Stadtgeschichte zum Anfassen im Hornmoldhaus
Mitten in der historischen Altstadt von Bietigheim-Bissingen lädt das Stadtmuseum Hornmoldhaus zu einer spannenden Reise durch mehrere Jahrhunderte Stadtgeschichte ein. Historische Räume, digitale Stationen, VR-Angebote und ein Escape Room verbinden Tradition mit Moderne und machen Geschichte besonders für Familien und Kinder lebendig.
Museumsleiterin Dr. Catharina Raible verrät ihren persönlichen Lieblingsort im Museum: „Aktuell ist mein persönlicher Schatz der Kaufmannsladen in den neu gestalteten Räumlichkeiten im Sommerhaus.“ Besonders die Mischung aus historischen Objekten und modernen Vermittlungsformen mache das Museum einzigartig: „Wir haben sehr viele Mitmachstationen und auch total moderne Angebote, wie den Escape Room oder die VR-Brillen.“
Erinnerung bewahren – die Sudetendeutsche Heimatstube Bönnigheim
Die Sudetendeutsche Heimatstube in Bönnigheim widmet sich einem wichtigen Kapitel deutscher Geschichte. Fotografien, Trachten, Karten und persönliche Dokumente erzählen von mehr als 800 Jahren deutscher Geschichte in Böhmen, Mähren und Schlesien sowie von Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg.
Besonders eindrucksvoll wird der Besuch durch die persönlichen Erinnerungen von Horst Hippmann, Vorsitzender der Landsmannschaft und selbst Zeitzeuge. Die Ausstellung macht deutlich, wie eng regionale Geschichte und persönliche Schicksale miteinander verbunden sind – und wie wichtig Erinnerungskultur bis heute bleibt.
Ein Stück sudetendeutsche Geschichte in Bietigheim-Bissingen
Die Zuckmantler Heimatstube in Bietigheim-Bissingen bewahrt die Geschichte der ehemaligen sudetendeutschen Stadt Zuckmantel, heute Zlaté Hory in Tschechien. Alltagsgegenstände, Trachten, Fotografien und Schriftstücke geben Einblicke in das frühere Leben und die Kultur der Region.
Ein besonderes Exponat ist für Dr. Catharina Raible ein altes Fahrrad aus Zuckmantel: „Es ist ein wichtiges Zeugnis der dortigen Geschichte.“ Für sie zeigt die Heimatstube vor allem, „wie wichtig Völkerverständigung ist und wie viele Gemeinsamkeiten wir haben“.
Alltag um 1900 – Zeitreise in Neckarrems
Wie lebte man früher auf dem Land? Die Remser Heimatstube in Remseck-Neckarrems macht genau das anschaulich erlebbar. Wohnräume, Küchen, Handwerksgeräte und persönliche Erinnerungsstücke vermitteln einen authentischen Eindruck vom Alltag zwischen 1880 und 1960.
Museumsführungen werden hier besonders lebendig durch persönliche Geschichten und Anekdoten aus Neckarrems. Für Gerlinde Edinger und Günther Glock liegt der größte Schatz des Museums darin, „dass hier die kleinbürgerlichen oder kleinbäuerlichen Lebensverhältnisse dargestellt werden“. Ziel sei es, „die Erinnerung an die Geschichte von Neckarrems bewahren und pflegen“ zu können.
„Musea im Flecka“: Reiseberichte online abrufbar
Mitarbeitende des Landratsamts Ludwigsburg aus dem Fachbereich Tourismus haben die Museen persönlich besucht und ihre Eindrücke in ausführlichen Reiseberichten festgehalten. Darin berichten sie von Begegnungen mit engagierten Ehrenamtlichen, besonderen Exponaten und ihren ganz persönlichen Museumserlebnissen vor Ort. Die Reiseberichte bieten Interessierten spannende Einblicke hinter die Kulissen und machen Lust darauf, die vielfältige Museumslandschaft im Landkreis selbst zu entdecken. Weitere Informationen und alle Reiseberichte unter www.landkreis-ludwigsburg.de/landratsamt-landkreis/tourismus-freizeit/den-landkreis-erkunden/museen/
