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Mobile Jugendarbeit (Streetworker)

Im Landkreis Ludwigsburg

Was ist Mobile Jugendarbeit?

Die Mobile Jugendarbeit ist ein spezielles Angebot für benachteiligte und auffällige Jugendliche und junge Erwachsene, die von anderen Einrichtungen der Jugendarbeit nicht mehr oder nur teilweise erreicht werden.

Von Mitte 1991 bis Ende 2025 wurde die Mobile Jugendarbeit durch den Landkreis Ludwigsburg betrieben. Die Räumlichkeiten befanden sich in der Karlstraße 12, Ludwigsburg. Eine Übersicht über die aktuellen Angebote der Mobilen Jugendarbeit im Landkreis Ludwigsburg können unter dem folgenden Link eingesehen werden:  https://www.lag-mobil.de/einrichtungen-in-baden-wuerttemberg/

Mobile Jugendarbeit Ludwigsburg 1991–2025

Die Mobile Jugendarbeit Ludwigsburg war über mehr als drei Jahrzehnte hinweg ein verlässlicher Bestandteil der Jugendhilfe im Landkreis Ludwigsburg. 

Über Generationen von Jugendlichen hinweg bot sie niedrigschwellige Unterstützung, Orientierung und einen geschützten Raum. 

Zum Ende des Jahres 2025 hat der Landkreis Ludwigsburg nach 34 Jahren die Trägerschaft beendet. 

Die Stadt Ludwigsburg wird das Angebot mit einem neuen Konzept weiterführen.

Die Geschichte der Mobilen Jugendarbeit des Landkreises Ludwigsburg.

Die Mobile Jugendarbeit wurde 1991 auf Beschluss des Kreistags ins Leben gerufen. Ausgangspunkt war eine angespannte Situation im öffentlichen Raum, insbesondere durch jugendliche Gruppierungen mit gewaltorientierten Verhaltensweisen. Der Landkreis schuf zwei Personalstellen, die Stadt Ludwigsburg stellte geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung.

In den folgenden Jahren entwickelte sich die Mobile Jugendarbeit kontinuierlich weiter. Die Arbeit umfasste Streetwork, Einzelfallhilfen, Gruppenangebote sowie freizeit- und projektbezogene Maßnahmen. Ziel war stets, junge Menschen in schwierigen Lebenslagen zu begleiten, Konflikte zu deeskalieren und gesellschaftliche Teilhabe zu fördern.

Die Zielgruppen veränderten sich im Laufe der Zeit mehrfach. Auf die Arbeit mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen folgte die intensive Begleitung multikultureller Jugendgruppen, später auch junger Geflüchteter. Die Mobile Jugendarbeit reagierte dabei flexibel auf gesellschaftliche Entwicklungen und neue Problemlagen.

Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit war die enge und konstruktive Zusammenarbeit mit externen Institutionen, darunter Kommunalverwaltung, Polizei, Schulen, Jugendhilfe im Strafverfahren, Beratungsstellen sowie freie Träger. Der Austausch erfolgte stets auf professioneller Ebene und mit klarer Rollenverteilung.

Besondere Bedeutung hatten Projekte zur Berufsorientierung, zur Gewalt- und Suchtprävention sowie zur Förderung sozialer Kompetenzen. Sport-, Medien- und Freizeitangebote dienten als wichtige Zugänge zu den Jugendlichen.

Die Mobile Jugendarbeit hinterlässt ein breit vernetztes Wirkungsfeld und zahlreiche positive Impulse für die kommunale Jugendhilfe im Landkreis Ludwigsburg. Im Mittelpunkt der letzten Monate des Jahres 2025 stand die verantwortungsvolle Übergabe sowie die Vermittlung der betreuten Jugendlichen an andere geeignete Angebote.