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Energiewende

Handreichung zur Umsetzbarkeit von Flusswärmepumpen

Der Landkreis Ludwigsburg entwickelt eine Handreichung zur Nutzung von Flusswärmepumpen. Sie soll es lokalen Akteuren ermöglichen, die Umsetzbarkeit von Flusswärmepumpen-Projekten schnell einzuschätzen. Es werden drei Themenfelder vertieft behandelt:

  1. Genehmigung und Wasserrecht: Schutzgebiete, Wasserentnahme, rechtliche Rahmenbedingungen
  2. Technische Umsetzung: Anforderungen an Wassertemperatur, Durchflussmenge und Netzanbindung
  3. Wirtschaftlichkeit und Integration: Kombination mit Wärmenetzen und weiteren Energiequellen

Diese Informationen werden in übersichtlichen Karten aufgearbeitet, die grafisch zeigen, welche Flussabschnitte geeignet sind und welche nicht. Durch praktische Tipps werden kommunale Unternehmen und Energieversorger bei der Umsetzung unterstützt. Die Handreichung stellt eine Hilfestellung für Kommunen bei der Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung dar.

Haben Sie Fragen oder Anregungen zur Handreichung? Melden Sie sich gerne hier.

Projektdaten

Projektdauer: Februar 2026 – November 2026

Projektpartner: Landkreis Ludwigsburg, Forschungsstelle für Energiewirtschaft e. V., Energieagentur Kreis Ludwigsburg LEA e.V.

Zielgruppe: Kommunen, Stadtwerke und Energieversorger, an Flüssen gelegene Unternehmen

Meilensteine: 

  • Februar 2026 - Beginn der Erarbeitung
  • Juli 2026 - Termin mit Stakeholdern zur Feinabstimmung der Inhalte 
  • November 2026 - Veröffentlichung und Abschlussveranstaltung

FAQ Flusswärmepumpe

Was ist eine Flusswärmepumpe?

Flusswärmepumpen nutzen die Wärmeenergie aus einem Gewässer, um zu heizen. Ein Wärmetauscher entzieht dem Flusswasser Wärme und hebt sie auf ein nutzbares Temperaturniveau an. Flusswärmepumpen funktionieren genauso wie die weit verbreiteten Luft-Wasser-Wärmepumpen, wie man sie von Gebäuden kennt, nur dass sie nicht die Außenluft, sondern Flusswasser als Wärmequelle verwenden. Die Flüsse werden dabei kaum abgekühlt.

Was ist der Vorteil von Flusswärmepumpen im Vergleich zu anderen Wärmetechnologien?

Ein großer Vorteil von Flusswärmepumpen ist ihre hohe Energieeffizienz. Im Vergleich zu Luft-Wasser-Wärmepumpen profitieren sie von den gleichmäßigeren Temperaturen des Wassers, wodurch weniger Energie für die Wärmeerzeugung benötigt wird. Im Vergleich zu Öl und Gasheizungen sind Flusswärmepumpen deutlich klimafreundlicher, weil sie keine fossilen Brennstoffe verbrennen, wodurch im Betrieb kein CO₂ entsteht. 

Funktionieren Flusswärmepumpen auch bei kalten Wassertemperaturen im Winter?

Flusswärmepumpen funktionieren auch bei kalten Wassertemperaturen zuverlässig. Selbst im Winter enthält Flusswasser ausreichend Wärmeenergie, da die Temperaturen meist zwischen 4 und 8 °C liegen. 

Warum beschäftigt sich der Landkreis Ludwigsburg intensiv mit dem Thema?

Um klimaneutral zu werden, müssen die fossilen Heizungen im Landkreis Schritt für Schritt durch klimaneutrale Heizsysteme ausgetauscht werden. Durch die vielen Flüsse, die durch den Landkreis Ludwigsburg fließen (unter anderem Neckar, Enz, Murr, Rems, Bottwar) bieten Flusswärmepumpen ein sehr großes Potenzial, um die Dekarbonisierung voranzubringen. Mit der Handreichung werden alle zentralen Informationen bereitgestellt und Hürden für den Bau von großen Flusswärmepumpen gesenkt.

Leitlinie für Solaranlagen

Der Ausbau erneuerbarer Energien ist ein zentraler Baustein für den Klimaschutz und eine zukunftsfähige Energieversorgung. Solaranlagen können große Mengen klimafreundlicher Energie erzeugen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgung von Haushalten und Industrie mit günstigem Strom. Großes Potenzial besteht neben Dachflächen auch auf Freiflächen.

Gleichzeitig können Freiflächen-Solaranlagen in Konflikt mit anderen Nutzungen stehen – etwa mit der Landwirtschaft, dem Landschaftsbild oder dem Naturschutz. Deshalb ist eine sorgfältige Abwägung der unterschiedlichen Belange erforderlich.

Die Leitlinie für Solaranlagen unterstützt dabei, geeignete Standorte im Landkreis Ludwigsburg zu identifizieren. Sie zeigt, welche Flächenkategorien aus Sicht des Landkreises besonders geeignet sind, und enthält Hinweise zur Planung sowie einen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen.

Das Dokument wurde Anfang 2026 gemeinschaftlich von verschiedenen Fachbereichen des Landratsamts erarbeitet. Es dient als Orientierungshilfe für Kommunen und Projektträger bei der Planung von Freiflächen-PV- und Solarthermieanlagen. Eine rechtlich bindende Wirkung entfaltet die Leitlinie nicht.

Wasserstoffprojekt H2LB

Gemeinsame Richtung für eine strukturierte Transformation

Das Projekt „H2LB“ des Landkreises Ludwigsburg ist eines von 16 Projekten, die vom Land Baden-Württemberg im Rahmen des Programms „Regionale Wasserstoffkonzepte“ (RWK) gefördert wurden. 

Ziel des Projekts „H2LB“ war es, eine Wasserstoffstrategie für den Landkreis Ludwigsburg zu erarbeiten. Dazu wurden lokale Bedarfe und Potenziale für dezentrale Wasserstoffkonzepte analysiert. Die Wasserstoffstrategie sollte so die Frage beantworten, wo und wann eine Wasserstoffversorgung zu erwarten ist oder wo bereits heute andere Versorgungslösungen konzipiert, geplant und umgesetzt werden müssen.

Das Projekt „H2LB“ ist am 15.5.2024 gestartet und hatte eine Laufzeit von sechs Monaten. Der Projektträger Karlsruhe (PTKA) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) betreute das Förderprogramm. Der Landkreis setzte das Projekt in enger Zusammenarbeit mit der Energieagentur Kreis Ludwigsburg LEA e.V., dem Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement der Universität Stuttgart (IAT) und der Stadt Ludwigsburg um. Weitere regionale Akteure wurden identifiziert und eingebunden.

Grüner Wasserstoff ist ein Schlüsselfaktor für den Klimaschutz und eine gelungene Energiewende. Voraussetzung für eine Wasserstoffwirtschaft in Baden-Württemberg ist es, die Infrastruktur für die Erzeugung, die Speicherung und den Transport von Wasserstoff und Wasserstoffderivaten aufzubauen. Wasserstoffderivate sind chemische Verbindungen, die aus Wasserstoff hergestellt werden und als Energieträger oder chemische Grundstoffe genutzt werden können. Sie bieten eine Möglichkeit, Wasserstoff in einer Form zu speichern, zu transportieren und zu nutzen, die praktischer oder sicherer ist als reiner Wasserstoff.

Solaroffensive

Das größte Potential für Erneuerbare Energien liegt im Landkreis Ludwigsburg in der Solarenergie. Allerdings wird dieses bei der Photovoltaik bisher nur zu 8 % ausgeschöpft – es besteht also ein großer Handlungsbedarf.

Um den Ausbau zu fördern und das steigende Interesse mit kundigem Fachpersonal abzudecken, entwickelt das kommunale Netzwerk „Solaroffensive“ der Ludwigsburger Energieagentur geeignete Maßnahmen.
Das Team Klimaschutz des Landratsamts bringt sich sowohl durch Ausbaumaßnahmen auf kreiseigenen Gebäuden als auch mit Ideen und Finanzierung für landkreisweite Kampagnen ein.

Überlegen Sie auch, ob Ihr Dach oder vielleicht auch Balkon geeignet sein könnte, um mit einer PV-Anlage Strom zu produzieren?

Auf der Website der Energiegantur und in den Faktenblättern finden Sie erste Hinweise - die Checkliste bereitet Sie bereits auf die Energieberatung oder das Gespräch mit dem Solarinstallationsbetrieb vor. Und im "Ökochecker"-Video des SWR erfahren Sie alles über Balkon-Solaranlagen knapp zusammgenfasst.

Bauen oder planen Sie ein Gebäude oder einen Parkplatz mit mehr als 35 Stellplätzen? Oder nehmen Sie eine grundlegende Dachsanierung an einem Haus vor? Dann besteht für Sie die Pflicht, eine Photovoltaik-Anlage zu errichten oder entsprechende Ersatzmaßnahmen vorzunehmen. Das Umwelt- und Energieministerium Baden-Württemberg hat einen Praxisleitfaden zur Photovoltaik-Pflicht erstellt, den Sie hier einsehen und herunterladen können.

Kontakt

Herr Helsen
Koordination Energiewende
Tel. 07141 144-43484

Herr Lang
Querschnittsthemen
Tel. 07141 144-43205

Frau Günsel
Klimaschutzmanagerin
Tel. 07141 144-42835
Klimaschutz-Postfach