Bei den unter Dreijährigen ist die Versorgung besser geworden. Zum 1. März 2026 standen 5.904 Betreuungsplätze zur Verfügung, 15 mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig sank die Zahl der Kinder in dieser Altersgruppe um 750 auf 14.740. Die Versorgungsquote stieg dadurch auf 40,05 Prozent. Für die kommenden Jahre ist allerdings nur noch ein moderater Ausbau geplant: 80 zusätzliche Plätze für 2027 und 20 zusätzliche Plätze für 2028. Für 2029 haben die Städte und Gemeinden keinen weiteren Ausbau gemeldet.
Versorgungsquote bei Kindergartenkindern steigt auf über 113 Prozent
Auch bei den Kindergartenkindern sinken die Zahlen. Für die 3- bis 6,5-Jährigen wurden 22.732 Plätze gemeldet – 78 weniger als im Vorjahr. Weil gleichzeitig die Zahl der Kinder um 143 zurückging, stieg die Versorgungsquote auf 113,07 Prozent. Für 2027 sind weitere 195 Plätze geplant, davon 50 für die Ganztagsbetreuung.
Deutlich dynamischer entwickelt sich die Betreuung von Schulkindern. Die Zahl der Plätze für Kinder zwischen 6,5 und 14 Jahren stieg um 685 auf 17.513. Trotz 377 zusätzlicher Kinder erhöhte sich die Versorgungsquote auf 41,05 Prozent. Der für 2026 geplante Ausbau von 704 Plätzen wurde damit nahezu vollständig umgesetzt.
Insgesamt 706 zusätzliche Plätze für Schulkinderbetreuung 2027 geplant
Auch in den nächsten Jahren soll die Schulkindbetreuung deutlich wachsen. Geplant sind 706 zusätzliche Plätze im Jahr 2027, weitere 384 im Jahr 2028 und 329 im Jahr 2029. Damit reagieren die Kommunen auf den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung seit diesem Jahr.
Bei der Kindertagespflege zeigt sich dagegen ein leichter Rückgang. Zum Stichtag waren 218 Tagespflegepersonen aktiv, die 742 Kinder betreuten.
Betreuungsplanung muss zunehmend flexibel reagieren
Die aktuellen Zahlen zeigen insgesamt: Während bei den jüngeren Kindern sinkende Geburtenzahlen den weiteren Ausbau bremsen, steigt der Bedarf an Betreuungsangeboten für Grundschulkinder deutlich. Gleichzeitig unterscheiden sich die Entwicklungen von Stadt zu Stadt und Gemeinde zu Gemeinde erheblich. Erstmals ist für 2027 in einzelnen Kommunen sogar der Abbau von Plätzen oder die Schließung von Gruppen vorgesehen. Die Betreuungsplanung muss deshalb zunehmend flexibel auf die jeweilige Bevölkerungsentwicklung reagieren.
