„Kunst bietet einen besonderen Zugang zu Fragen von Vielfalt, gesellschaftlicher Teilhabe und unserem Zusammenleben. Sie kann unterschiedliche Erfahrungen und Lebensrealitäten sichtbar machen, gewohnte Sichtweisen hinterfragen und Berührungsängste abbauen“, betonte Sozialdezernent Christos Vavouras bei der Begrüßung.
Kunst eröffnet neue Perspektiven
Im Mittelpunkt der Inklusionskonferenz standen Menschen, die mit ihrer Kunst eigene Wege gehen und Grenzen überwinden. Besonders eindrücklich waren die Einblicke in das Leben und Werk des Künstlers Friedrich Zirm. Auch die Künstlerinnen und Künstler des KreativWerks Höfingen machten deutlich, welche Kraft, Freude und Anerkennung ihnen das künstlerische Schaffen gibt. Das Beispiel des „coming in! Festivals für Outsider Art“ aus Nürtingen zeigte darüber hinaus, wie Kunst Begegnungen zwischen Menschen mit unterschiedlichen künstlerischen Hintergründen schafft und die Kunst eine ganze Stadt bereichern kann.
Dass Inklusion auch mit Humor vermittelt werden kann, bewies der Comedian und Inklusionsbotschafter Kai Bosch mit Ausschnitten aus seinem Programm „Auf den P..P..Punkt“. Mit pointierten Beobachtungen aus dem Alltag brachte er das Publikum nicht nur zum Lachen, sondern regte zugleich zum Nachdenken an.
Kunst für alle zugänglich machen
Wie inklusive Kunstvermittlung gelingen kann, veranschaulichten Beispiele aus der Zusammenarbeit des Kunstmuseums Stuttgart mit der vhs Stuttgart sowie die inklusiven Kunstführungen im Landratsamt Ludwigsburg. Dabei wurde deutlich: Inklusion sollte in Museen selbstverständlich sein. Oft braucht es dafür vor allem Offenheit, Mut und die Bereitschaft, neue Wege zu beschreiten.
„Wenn wir über Inklusion sprechen, denken wir häufig zunächst an Bildung, Arbeit oder die Zugänglichkeit öffentlicher Einrichtungen. Doch Teilhabe umfasst selbstverständlich auch das kulturelle Leben“, so Vavouras. Kunst und Kultur müssten deshalb selbstverständlicher Bestandteil einer inklusiven Gesellschaft sein.
Begegnung als Ausgangspunkt für Veränderung
Die Konferenz bot Raum für vielfältige Begegnungen und machte das große Potenzial der Kunst für eine inklusive Gesellschaft sichtbar. Zugleich wurde deutlich: Nachhaltige Veränderungen entstehen dort, wo Menschen bereit sind, Neues zu wagen, bestehende Strukturen zu hinterfragen und mit Ausdauer an ihren Zielen festzuhalten.
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Scala GmbH und Tragwerk e.V. statt. Gefördert wurde sie durch die Stiftung Jugendförderung, Arbeit und Soziales der Kreissparkasse Ludwigsburg.
