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Nachwuchsförderung als Investition in die Zukunft

Im Landratsamt Ludwigsburg hat die Ausbildung einen hohen strategischen Stellenwert. Mit einer neuen Ausbildungskonzeption stärkt der Landkreis seine Nachwuchsförderung und setzt ein klares Zeichen für die Zukunftsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung. Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig für den öffentlichen Dienst zu begeistern, langfristig an das Landratsamt zu binden und qualifizierte Fachkräfte von morgen nachhaltig zu entwickeln.

Eine Gruppe von etwa 30 Personen steht auf einer Treppe in einem Garten. Sie sind in professioneller Kleidung. Im Vordergrund steht ein älterer Mann mit Brille und zwei Frauen in hellem und dunklem Outfit. Die Atmosphäre ist freundlich und gemeinschaftlich.

Startschuss ins Berufsleben: Landrat Dietmar Allgaier (l.) heißt die neuen Auszubildenden und Studierenden im Landratsamt willkommen, zuletzt den Jahrgang 2025 (Landratsamt Ludwigsburg).

„Ausbildung bedeutet für uns weit mehr als die Vermittlung von Fachwissen oder Verwaltungsabläufen“, betont Landrat Dietmar Allgaier. „Wir begleiten junge Menschen fachlich und persönlich und investieren damit in die Verwaltung von morgen.“

Demografischer Wandel macht Nachwuchsförderung unverzichtbar

Der Landkreis Ludwigsburg beschäftigt derzeit rund 2.500 Mitarbeitende. Gleichzeitig stellt der demografische Wandel die öffentliche Verwaltung vor große Herausforderungen: Rund 1.150 Beschäftigte gehören zur Babyboomer-Generation und werden in den kommenden Jahren in den Ruhestand eintreten. Demgegenüber gehören lediglich rund 15 Prozent der Beschäftigten zur Generation Z. Um dem Fachkräftemangel frühzeitig entgegenzuwirken, investiert der Landkreis gezielt in die Nachwuchsgewinnung und -entwicklung.

„Gut ausgebildete Nachwuchskräfte sind das Kapital der Zukunft“, sagt Ausbildungsleiterin Stephanie Brand. „Deshalb verstehen wir Ausbildung als eine besonders nachhaltige Form der Personalentwicklung.“

Breites Ausbildungsangebot mit Zukunftsperspektive

Jährlich starten im Landratsamt rund 30 bis 35 Auszubildende und Studierende in mehr als 15 verschiedenen Ausbildungs- und Studiengängen. Das Angebot reicht von klassischen Verwaltungsberufen über soziale Studiengänge bis hin zu technischen und infrastrukturellen Ausbildungsberufen. Ergänzt wird das Portfolio durch Praktika, Freiwilligendienste sowie Qualifizierungsangebote für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger.

Ausbildungsangebot wird kontinuierlich ausgebaut

Darüber hinaus baut der Landkreis sein Ausbildungsangebot kontinuierlich aus. Im Jahr 2024 wurde beispielsweise erstmals die Ausbildung zur „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“ eingeführt – ein IHK-Leuchtturmprojekt, das das Landratsamt als erste öffentliche Verwaltung umgesetzt hat. Für 2027 ist bereits eine weitere Ausbildungsstelle geplant.

Auch in verschiedenen Bereichen wurden zusätzliche Kapazitäten geschaffen. So wurden unter anderem Praxisstellen im Allgemeinen Sozialen Dienst erweitert und neue Studienangebote wie der Bachelorstudiengang „Digitales Verwaltungsmanagement“ oder „Soziale Arbeit mit älteren Menschen“ vorbereitet.

Moderne Ausbildung beginnt vor dem ersten Arbeitstag

Besonderen Wert legt das Landratsamt auf eine moderne und attraktive Ausbildung. Bereits vor dem ersten Arbeitstag werden die Nachwuchskräfte intensiv begleitet. Über die digitale „Azubi World“ erhalten sie frühzeitig Zugang zu Informationen, Einführungsvideos und organisatorischen Hinweisen. Zu Beginn der Ausbildung steht auch ein persönliches Kennenlernen mit Landrat Dietmar Allgaier sowie eine interaktive Einführungswoche auf dem Programm. Die Einführungswoche wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und praxisnah gestaltet. Neben Informationsformaten umfasst sie unter anderem Teamangebote und Einblicke in moderne Technologien.

Persönliche Begleitung während der gesamten Ausbildungszeit

Auch während der gesamten Ausbildungszeit werden die Nachwuchskräfte intensiv begleitet. Regelmäßige Feedbackgespräche, Lernnachmittage, Prüfungsvorbereitungen sowie Fortbildungen zur Persönlichkeitsentwicklung gehören ebenso zum Konzept wie die Unterstützung durch erfahrene Azubipatinnen und -paten.

Ausbildungsbeauftragte werden qualifiziert

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Qualifizierung der Ausbildungsbeauftragten. Durch gezielte Schulungen und ein gemeinsames Rollenverständnis sollen Qualitätsstandards weiter gestärkt werden. „Wir wollen Ausbildung aktiv gestalten und zukunftsorientiert weiterentwickeln“, so Brand weiter. „Dabei geht es nicht nur um die Gewinnung von Fachkräften, sondern auch darum, jungen Menschen Perspektiven zu bieten und sie für die Werte des öffentlichen Dienstes zu begeistern.“

Ausbildungskonzeption als Teil der Zukunftsstrategie

Die neue Ausbildungskonzeption ist Teil des Personalentwicklungskonzepts des Landratsamts. „Trotz Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz bleibt der Mensch im Mittelpunkt“, betont Brand. „Viele Aufgaben in der öffentlichen Verwaltung brauchen persönliche Beratung, Verantwortung und Empathie.“