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Mut zur Veränderung: Innovation als Schlüssel für neues Wachstum

Wie kann der Mittelstand auch in Zeiten von Künstlicher Intelligenz, geopolitischen Unsicherheiten und tiefgreifendem Strukturwandel erfolgreich wachsen? Die Antwort der rund 160 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kommunen, die zur vierten Ausgabe von „Wirtschaft im Gespräch“ in der Besigheimer Alten Kelter zusammenkamen, war eindeutig: Wer auch künftig erfolgreich sein will, muss Innovationen vorantreiben, neue Kompetenzen entwickeln und Veränderung aktiv gestalten. Zu der Netzwerkveranstaltung hatten der Landkreis Ludwigsburg gemeinsam mit der Kreissparkasse Ludwigsburg und der Stadt Besigheim eingeladen.

Eine Gruppe von fünf Personen steht lächelnd vor einem Banner mit dem Titel „Wirtschaft im Gespräch“. Sie sind in formeller Kleidung und stehen auf einer Bühne, die für eine Veranstaltung vorbereitet ist.

Bei „Wirtschaft im Gespräch“ auf dem Podium (von links): Moderatorin Constance Dada, Landrat Dietmar Allgaier, Hanno Höhn, Geschäftsführer MANN+HUMMEL Deutschland und Chief Performance Officer, Prof. Dr. Katharina Hölzle, geschäftsführende Institutsleiterin des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO sowie Leiterin des Instituts für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT der Universität Stuttgart, und Dr. André Konzelmann, Geschäftsführer Konzelmann GmbH.

Zukunft entsteht durch Zusammenarbeit

„Die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts entscheidet sich nicht allein durch technologische Entwicklungen, sondern vor allem durch die Menschen, die sie gestalten. Deshalb bringen wir Unternehmen, Wissenschaft und Politik zusammen und fördern den Austausch auf Augenhöhe“, sagte Landrat Dietmar Allgaier. Gerade in Zeiten großer Veränderungen sei es wichtig, voneinander zu lernen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam neue Perspektiven für den Wirtschaftsstandort zu entwickeln. Die Veranstaltungsreihe leiste hierzu einen wichtigen Beitrag.

Zukunftstechnologien eröffnen neue Chancen

Den Impulsvortrag hielt Professorin Dr. Katharina Hölzle, geschäftsführende Institutsleiterin des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO sowie Leiterin des Instituts für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT der Universität Stuttgart. Auf Grundlage aktueller Erkenntnisse aus der technologischen Vorausschau zeigte sie auf, welche Technologien und Geschäftsmodelle die Wirtschaft in den kommenden Jahren prägen werden und welche Fähigkeiten Unternehmen benötigen, um Innovationen erfolgreich umzusetzen.

Besonders großes Potenzial sieht sie unter anderem in den Bereichen intelligente Produktion und biobasierte Materialien. Hier profitiert der deutsche Mittelstand von seinen technologischen Stärken und seiner Produktionskompetenz. „Die Transformation gelingt dann, wenn Unternehmen ihre Zukunft aktiv gestalten, neue Technologien als Chance begreifen und die notwendigen Kompetenzen im Unternehmen entwickeln. Gerade der Mittelstand hat mit seiner Innovationskraft und seiner Nähe zum Kunden wichtige Voraussetzungen, um neue Wachstumschancen zu erschließen“, betonte Professorin Dr. Hölzle.

Erfolgreiche Transformation beginnt im Unternehmen

Im anschließenden Podiumsgespräch diskutierte sie mit Hanno Höhn, Geschäftsführer MANN+HUMMEL Deutschland und Chief Performance Officer, sowie Dr. André Konzelmann, Geschäftsführer der Konzelmann GmbH, wie Unternehmen den Wandel erfolgreich gestalten können. Anhand konkreter Beispiele aus der Unternehmenspraxis wurde deutlich, dass Innovation häufig dort entsteht, wo vorhandene Stärken konsequent weiterentwickelt und auf neue Geschäftsfelder übertragen werden. 

Während MANN+HUMMEL seine Filterkompetenz gezielt auf neue Anwendungsbereiche ausweitet, ist der Konzelmann GmbH mit der Entwicklung eines Sicherheitsbauteils für Batteriesysteme der erfolgreiche Einstieg in die Elektromobilität gelungen. Für diese Entwicklung wurde das Familienunternehmen mit dem Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Einigkeit bestand auf dem Podium darin, dass technologische Entwicklungen allein nicht ausreichen. Erfolgreiche Transformation braucht qualifizierte Mitarbeitende, eine innovationsfreundliche Unternehmenskultur und Führungskräfte, die Veränderung aktiv begleiten. Ebenso entscheidend sind der Mut, bestehende Geschäftsmodelle zu hinterfragen, und die Bereitschaft, neue Wege konsequent zu gehen.

Austausch als Motor für den Wirtschaftsstandort

Beim anschließenden Get-together vertieften die Gäste die Impulse des Abends, knüpften neue Kontakte und tauschten Erfahrungen aus.

Mit rund 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmern verzeichnete „Wirtschaft im Gespräch“ erneut einen Besucherzuwachs und unterstrich seine Bedeutung als Plattform für den Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand. Mit der Veranstaltungsreihe setzen der Landkreis Ludwigsburg, die Kreissparkasse Ludwigsburg und die Stadt Besigheim ein gemeinsames Zeichen für einen innovativen, wettbewerbsfähigen und zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort. 

Bildergalerie Wirtschaft im Gespräch 27.07.26