Zuvor war die deutsche Delegation zusammen mit den italienischen Freunden zur Hütte aufgestiegen. Bei der Taufe betonte Romina Riccardi, Bürgermeisterin von Valbondione, vor allem die Bedeutung der Naturlandschaft in der Provinz Bergamo. Allgaier übergab ihr ein Wappen des Landkreises, das an der Hütte angebracht wird, und sagte: „Die Hüttentaufe ist ein echter Freundschaftsbeweis – herzlichen Dank dafür. Ich freue mich sehr und bin überzeugt davon, dass viele Menschen die Hütte nutzen und die wunderschöne Landschaft der Umgebung kennen und lieben lernen werden.“ Für die Kreissparkasse überreichte Schulte anschließend eine Spende über 1.000 Euro für Arbeiten an der Hütte.
Die Ludwigsburger Hütte (bisher: Rifugio Barbellino) in der Provinz Bergamo – die andere Ludwigsburger Hütte befindet sich im österreichischen Pitztal – bietet 70 Schlafplätze und eine traditionelle Küche. Geöffnet ist sie im Sommerhalbjahr. Wegen COVID-19 sind Reservierungen für das Restaurant und für die Schlafplätze nötig. Die Hütte befindet sich in unmittelbarer Nähe des Barbellino-Sees und am Fuß des Berges Torena, wo der Fluss Serio entspringt. Die Hütte ist umgeben von den Berggipfeln Caronella (2.796 m), Torena (2.912 m) und Pizzo Strinato (2.836 m). Sie gilt als Ort der Ruhe und des Friedens und ist Ausgangspunkt für viele Touren in unterschiedlichen Höhenlagen.
Am Rande des Besuchs führte Landrat Allgaier Gespräche mit seinem Amtskollegen, dem Provinzpräsidenten Gianfranco Gafforelli, sowie mit dem Stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Bergamo, Dr. Sergio Gandi, über weitere Felder der Kooperation in den kommenden Jahren. „Ich bin froh, die italienische Seite als starken Partner an unserer Seite zu wissen und gespannt, welche Früchte unsere Partnerschaft in den nächsten Jahren tragen wird – ich freue mich darauf, in den definierten Bereichen eng zusammenzuarbeiten“, sagte Allgaier. Im September vergangenen Jahres hatten Landkreis und Stadt Ludwigsburg sowie Provinz und Stadt Bergamo eine Absichtserklärung („Letter of Intent“) unterzeichnet, dass sie künftig eng zusammenarbeiten möchten. Im nächsten Schritt sollen aus beiden Ländern für den jeweiligen Bereich Zuständige benannt werden, die sich dann untereinander vernetzen. Gleichzeitig ist auf Anregung von Prof. Dr. Frank Baasner, Direktor des Deutsch-Französischen Instituts (dfi) Ludwigsburg, das Projekt des Bürgerrats entstanden, um so auch gleichzeitig die Corona-Pandemie aufzuarbeiten. An dieser Stelle soll die Zusammenarbeit noch um die französischen Partner zu einem trinationalen Dialog erweitert werden.
Ein Besuch in dem Ort Almenno San Bartolomeo, an dem der Staatssekretär des italienischen Tourismusministeriums teilnahm, rundete den harmonischen Besuch ab. Hemmingen unterhält seit Anfang 2019 eine Partnerschaft mit Almenno San Bartolomeo. Landrat Allgaier sprach an die italienischen Freunde die herzliche Einladung zum Gegenbesuch in Ludwigsburg aus.


