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Welt-Alzheimertag 2026: Demenz ist keine Frage des Alters

Anlässlich des Welt-Alzheimertags am 21. September und der Woche der Demenz vom 18. bis 27. September macht der Landkreis Ludwigsburg unter dem Motto „Demenz – (k)eine Frage des Alters“ auf die vielfältigen Lebensrealitäten von Menschen mit Demenz aufmerksam. Ziel ist es, Wissen zu vermitteln, Vorurteile abzubauen und die gesellschaftliche Teilhabe von Betroffenen zu stärken.

Blaue Würfel mit den aufgedruckten Worten "WELT-ALZHEIMERTAG" und "2026" im Vordergrund, im Hintergrund eine stilisierte Darstellung eines menschlichen Gehirns. (Text KI generiert)

Der Welt-Alzheimertag ist jedes Jahr am 21. September.

In Deutschland leben rund 1,8 Millionen Menschen mit Demenz. Die Erkrankung betrifft nicht nur hochbetagte Menschen. Sie kann auch deutlich früher auftreten, etwa mitten im Berufsleben oder in Lebensphasen mit familiärer Verantwortung. Entsprechend unterschiedlich sind die Auswirkungen auf Betroffene und ihr Umfeld.

Demenz betrifft jeden Menschen anders

Demenz verändert den Alltag vieler Menschen. Neben Gedächtnis- und Orientierungsproblemen können auch Sprache, Verhalten oder die Bewältigung alltäglicher Aufgaben beeinträchtigt sein. Gleichzeitig verläuft die Erkrankung sehr unterschiedlich. Eine Diagnose bedeutet nicht automatisch den Verlust von Selbstständigkeit oder Lebensqualität.

Auch Angehörige sind häufig stark gefordert. Sie übernehmen einen großen Teil der Betreuung und Unterstützung und stehen dabei oftmals vor organisatorischen, emotionalen und finanziellen Herausforderungen.

„Gerade deshalb ist es wichtig, frühzeitig über Demenz zu sprechen. Wer sich informiert und sich beraten lässt, kann Veränderungen besser einordnen, Unterstützung organisieren und gemeinsam mit den Betroffenen gute Lösungen für den weiteren Weg entwickeln“, betont Heike Dierbach, Fachbereichsleiterin Soziales, Pflege und Versorgungsangelegenheiten.

Pflegestützpunkte und ehrenamtlicher Unterstützerkreis als Anlaufstellen

Der Landkreis Ludwigsburg bietet dafür unter anderem die Pflegestützpunkte als neutrale, kostenfreie und wohnortnahe Anlaufstellen. Ergänzend bietet der ehrenamtliche Unterstützerkreis für Menschen mit Vergesslichkeit persönliche Gesprächsangebote für Betroffene in frühen Krankheitsphasen.

Wie wichtig das Thema ist, wird durch die demografische Entwicklung zusätzlich deutlich: Nach aktuellen Schätzungen der AGP-Sozialforschung wird die Zahl der Menschen mit Demenz im Landkreis Ludwigsburg bis 2040 um rund 2.100 Personen auf insgesamt 13.341 steigen.

Bewegung, soziale Kontakte und geistige Aktivität können Risiko senken

Zugleich gewinnt die Prävention zunehmend an Bedeutung. Nach aktuellen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) können Faktoren wie Bewegungsmangel, Rauchen, schädlicher Alkoholkonsum, soziale Isolation sowie bestimmte Erkrankungen das Demenzrisiko erhöhen. Bewegung, soziale Kontakte, geistige Aktivität und die Behandlung von Risikofaktoren können dazu beitragen, das Risiko zu senken.

Programm der Woche der Demenz 2026 ist in einer Broschüre zusammengefasst

Die Woche der Demenz bietet vom 18. bis 27. September im gesamten Landkreis zahlreiche Veranstaltungen, Informationsangebote und Möglichkeiten zum Austausch. Das Programm ist in der Broschüre „Woche der Demenz 2026“ zusammengefasst, die sowohl gedruckt als auch digital erhältlich ist.

„Die Woche der Demenz lädt dazu ein, hinzusehen, zuzuhören und miteinander ins Gespräch zu kommen. Denn Verständnis entsteht durch Wissen und Begegnung. Wir möchten Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen darin bestärken, dass sie in unserem Landkreis Unterstützung finden und Teil unserer Gesellschaft bleiben“, so Dierbach abschließend. 

Kontakt

Pflegestützpunkt Landkreis Ludwigsburg, Tel.: 07141 144-2465

Altenhilfe Landkreis Ludwigsburg, Tel.: 07141 144-2463