„Der VVS-Rider hat gezeigt, dass flexible Mobilitätsangebote in ländlichen Räumen funktionieren und angenommen werden. Nun liegt es an Land und Kommunen, gemeinsam die Weichen für eine zukunftsfähige Fortführung zu stellen“, äußerte sich Landrat Dietmar Allgaier.
Während das Tagangebot mit zuletzt rund 2.300 Fahrgästen im Juli 2025 Rekordzahlen erreichte, wird das Nachtangebot in Bietigheim-Bissingen und Tamm zum 31. Dezember 2026 eingestellt. Nach dem angekündigten Ausstieg der Stadt Bietigheim-Bissingen ist ein wirtschaftlicher Weiterbetrieb nicht möglich. Die Fahrgastzahlen in Tamm allein reichen nicht aus, um die Kosten zu tragen.
Förderung des Landes entscheidend für Fortführung
Die jährlichen Betriebskosten des VVS-Riders belaufen sich derzeit auf rund 537.000 Euro. Der Landkreis trägt die Hälfte der Kosten sowie die Ausgaben für Software und Marketing. Eine Fortführung des Projekts über 2026 hinaus hängt maßgeblich von einer Förderung durch das Land Baden-Württemberg ab. Der Landkreis hat bereits einen Antrag auf Aufnahme in das Landes-Förderprogramm für On-Demand-Verkehre gestellt. Die Entscheidung steht noch aus.
Um die Fördervoraussetzungen zu erfüllen, soll das Bediengebiet um die Gemeinden Löchgau und Freudental erweitert und die Betriebszeiten ausgeweitet werden. Damit würde der VVS-Rider künftig auch in den frühen Morgen- und späten Abendstunden unterwegs sein. So kann die vom Land geforderte Mobilitätsgarantie – ein stündliches ÖPNV-Angebot zwischen 5 Uhr und Mitternacht – erfüllt werden.
Nächste Schritte
Die Option zur Fortführung des VVS-Riders soll in die laufende Ausschreibung des Linienbündels LB08 aufgenommen werden. Eine entsprechende Korrektur der Vorabbekanntmachung erfolgt noch in diesem Jahr. Die endgültige Entscheidung über die Zukunft des Angebots treffen der Ausschuss für Umwelt und Technik sowie die beteiligten Kommunen, sobald die Ausschreibungsergebnisse und die Förderzusage des Landes vorliegen.
