Die Ergebnisse einer Organisationsuntersuchung der Landkreisverwaltung wurden am Donnerstag (23. September) bei einem Pressegespräch vorgestellt. Die Landkreisverwaltung hatte damit die IMAKA Institut für Management GmbH beauftragt. Die aktuellen Projektziele waren die Schaffung nachhaltiger Strukturen in der Landkreisverwaltung sowie die Weiterentwicklung des Landratsamts. Am Ende standen insgesamt 315 Empfehlungen, die auf der Grundlage von Befragungen der Mitarbeitenden, Workshops, Interviews, Daten und Informationen formuliert wurden. „Die Untersuchung hat uns wertvolle Hinweise gebracht, um die Landkreisverwaltung zukunftsfähig machen zu können“, stellte Landrat Dietmar Allgaier fest.
Das Projekt lief vom vierten Quartal 2020 bis zum dritten Quartal 2021. Dabei wurden alle sechs Dezernate in die Untersuchung mit einbezogen, die aus drei Schritten besteht: Zunächst wurde die aktuelle Situation erhoben, dann wurden kurzfristige Verbesserungen und Handlungsfelder identifiziert und schließlich geht es um die Umsetzung der Empfehlungen sowie ergänzende Vertiefungen, die kurz- bis mittelfristig angegangen werden. Die Entwicklungspotenziale wurden dabei den Handlungsfeldern „Aufgaben“, „Abläufe, Prozesse und Digitalisierung“, „Personal- und Ressourcenausstattung“, „Führung, Steuerung sowie Information und Kommunikation“ sowie „Aufbauorganisation und Strukturen“ zugeordnet. Für eine kurzfristige Umsetzung ist die Einführung einer aktualisierten Aufbauorganisation, die Erstellung und Umsetzung eines IT-Konzeptes sowie die Weiterentwicklung der Führungskultur innerhalb des Landratsamtes vorgesehen.
Die größten Veränderungen ergeben sich im Dezernat I „Zentrale Steuerung und Schulen“ sowie im Dezernat VI „Finanzen, Medien und Gebäudemanagement“. Aktuell werden außerdem noch vertiefende Betrachtungen des Dezernats II „Umwelt, Technik und Bauen“ sowie des Dezernats V „Gesundheit und Verbraucherschutz“ durchgeführt. Ferner bekommt der Landrat die zwei neuen Stabsstellen „Büro des Landrats“ sowie „Prüfung und Revision“ zugeordnet. Zum Büro des Landrats gehören künftig die Wirtschaftsförderung, das Beteiligungsmanagement, die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Europaangelegenheiten. Die Umsetzungen der Veränderungen begannen Anfang August 2021 und werden voraussichtlich noch bis ins zweite Quartal 2022 andauern. „Ich bedanke mich bei IMAKA für die sinnvollen Vorschläge zur Organisationsentwicklung der Gesamtverwaltung, aber natürlich auch bei den Mitarbeitenden des Landratsamts, die die Untersuchung durch ihre Auskünfte sehr konstruktiv begleitet haben“, sagte Landrat Allgaier abschließend.