Dieter Bertet, so der Landrat weiter, habe von 1980 bis 2018 dem Freudentaler Gemeinderat angehört: „Das waren insgesamt beachtliche 38 Jahre! Dass die Bürgerschaft von Freudental Sie schätzte, kann man nicht nur anhand der langen Amtszeit bemessen, sondern auch daran, dass Sie mehrmals ,Stimmenkönig‘ der SPD wurden. Als Gemeinderatsmitglied und sogar stellvertretender Bürgermeister für zehn Jahre haben Sie die Entwicklung Freudentals entscheidend mitbestimmt und vorangetrieben. Hervorheben möchten ich an dieser Stelle den Ausbau der Sportanlagen und des Vereinszentrums Birkenwald. Sie setzten sich stets für Ihre Ziele ein und ließen sich nicht so schnell durch andere Meinungen beeinflussen – Ihre verlässliche Art wurde von den anderen Gemeinderatsmitgliedern und den Bürgern geschätzt.“
Auch durch sein ehrenamtliches Engagement außerhalb des Gemeinderats habe Bertet die Entwicklung Freudentals geprägt, so Allgaier weiter. Er erinnerte daran, dass Bertet 2006 Gründungsmitglied des Vereins „Bürger für Bürger“ war und als dessen Geschäftsführer wesentlich dazu beigetragen habe, dass das Stiftungskapital der Bürgerstiftung Freudental durch die Organisation von kulturellen Veranstaltungen auf knapp 50.000 Euro angestiegen sei. Bis heute engagiere sich Bertet als 2. Vorsitzender für den Verein. Ein weiteres Betätigungsfeld seien die Ortsführungen, die der Geehrte seit 2006 in Kooperation mit der Gemeinde anbiete. „Als weiteres Herzensprojekt gilt für Sie die Freudentaler Synagoge, um deren Erhalt und geschichtliche Wirkung Sie sich kümmern.“ Bertet gelte als Initiator der Stolpersteininitiative Freudental und als Initiator der Gedenktafel für jüdische Opfer. Zudem arbeite er im Arbeitskreis „Erinnern und Gedenken“ mit, der die Schicksale vieler unbekannter Bürger aus der Nazizeit aufarbeitet. Bertet habe sich auch beim „Nachfahrentreffen“ im Jahre 2017 mit Nachkommen jüdischer Familien aus der ganzen Welt aktiv beteiligt.
„Diese unterschiedlichen Einsätze zeigen: Vereinsarbeit ist für Sie selbstverständlich.“ Auch im sportlichen Bereich habe sich Bertet engagiert: Seit 1972 beim SV Freudental als Funktionsträger, in der Jugendarbeit und als Trainer. Die Ski- und Freizeitabteilung sei durch ihn im Verein aufgebaut und etabliert worden. Als langjähriger Abteilungsleiter, Skilehrer und Übungsleiter – auch im Fußball – bringe der Geehrte reichlich Erfahrung mit und sei für den Verein unverzichtbar. Bertet habe seine sportliche Erfahrung und seine frühere Tätigkeit als Realschullehrer außerdem dazu genutzt, um bei „Jugend trainiert für Olympia“ federführend als Kreisvorsitzender mitzuwirken. Er habe sich 30 Jahre lang bei der Betreuung der Schulmannschaften engagiert: „Ihr Ziel war es seit jeher, Kinder und Jugendliche für verschiedene Sportarten zu begeistern und Ihnen vielfältige Vereinsmöglichkeiten zu bieten. Das Ziel haben Sie mit Ihrem Einsatz hier in Freudental auf jeden Fall erreicht.“
Allgaier schloss seine Rede mit den Worten: „Ich bin froh, dass es bei uns im Landkreis so engagierte und tatkräftige Bürger wie Sie gibt. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie weiterhin alles Gute, außerdem gute Gesundheit, eine gute Zeit und weiterhin viel Freude bei Ihren vielfältigen Aufgaben!“ Danach überreichte Allgaier Bertet das Bundesverdienstkreuz