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Wichtige und wertvolle Sorgearbeit: Equal Care Day am 29. Februar

Ohne Care-Arbeit (Sorgearbeit) könnten wir, kaum auf der Welt, nicht überleben. Ohne Care-Arbeit würden wir nur alt aussehen, aber niemals alt werden. Am Schalttag 29. Februar 2020 möchte das Netzwerk Herausforderung Pflege und Beruf darauf aufmerksam machen, wie wichtig und wertvoll Sorgearbeit ist – und dass es immer noch vor allem Frauen sind, die diese Aufgaben übernehmen.

CAREARBEIT …

… sie beginnt mit der Geburtshilfe, meint aber auch Erziehungs- und Betreuungsberufe, Kranken- und Altenpflege, genauso wie die Arbeit im Haushalt und in der Familie, bis hin zur Grabpflege. Die Gemeinsamkeit: Viel Verantwortung, wenig Wertschätzung.

Sorgearbeit leisten insbesondere diejenigen, die

pflegen, versorgen und sich kümmern – um Kinder, die Nachbarin oder pflegebedürftige Mitmenschen,

diese Arbeit privat, beruflich, politisch, in einem Interessenverband, einer Einrichtung oder Organisation machen, im eigenen Haushalt oder Ehrenamt,

bezahlt oder unbezahlt.

DER  EQUAL  CARE  DAY

Die Initiative Equal Care Day bietet allen, die im Umfeld Care und Pflege, Familienarbeit, Mental Load und Geschlechtergerechtigkeit aktiv sind, die Möglichkeit, sich gemeinsam zu engagieren, Ursachen und Fehlentwicklungen zu diskutieren und Lösungsansätze zu entwickeln. Weitere Infos dazu finden Interessierte im Internet unter https://equalcareday.de/.

DIE  INTIATIVE

Der Equal Care Day ist eine Initiative von klische*esc e.V., gemeinnütziger

Verein zur Förderung von Wahlfreiheit jenseits limitierender Rollenklischees.

WARUM  AM  SCHALTTAG?

Der 29. Februar wird in drei von vier Jahren übergangen, nicht gesehen … so wie Care-Arbeit häufig auch. Dazu kommt, dass es vor allem Frauen sind, die diese Aufgaben übernehmen. Ob im Beruf, in der Familie oder im Ehrenamt: Über 80 Prozent der Sorgearbeiten leisten Frauen. Sie tragen also viermal so viel bei wie Männer. Der Aktionstag macht deshalb am Schalttag darauf aufmerksam, dass Männer vier Jahre lang für dieselbe Menge an Care-Arbeit brauchen, die Frauen in nur einem Jahr leisten. Obendrein wird das oft als private Entscheidung abgetan und deshalb gar nicht als Arbeit gewertet.

DAS  NETZWERK  IN  LUWIGSBURG

Die Gleichstellungsbeauftragten aus Stadt und Kreis Ludwigsburg, die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Arbeitsagentur Ludwigsburg, der Pflegestützpunkt Ludwigsburg, die Altenhilfe-Fachberatung Landkreis Ludwigsburg und Mitarbeitende der Pflegeberatung RKH Kliniken Ludwigsburg nehmen die Herausforderung Pflege & Beruf an und bieten Informationen, Veranstaltungen und Fachvorträge!

Laut Kreispflegeplan lebten 1990 im Landkreis Ludwigsburg 13.984 Personen im 4. Lebensalter (80+). 2010 waren es bereits 23.845 Personen. Bis 2025 (2030) erwarten wir im Landkreis 37.805 (38.470) Personen, die hochbetagt sind. Das heißt, es gibt 24.486 Hochbetagte mehr im Jahr 2030 als 1990.

Auch wenn der Prozentsatz der pflegenden Männer steigt, wird der überwiegende Teil der Care-Arbeit weiterhin von Frauen übernommen. Sie tun dies als Ehefrau, Tochter, Schwiegertochter, Mutter und ausgebildete Pflegekraft.

Der Herausforderung der weiterhin zunehmenden, notwendigen Sorgearbeit ist eine gesamtgesellschafliche Aufgabe. Daher steht das Netzwerk Herausforderung Pflege und Beruf für mehr Wertschätzung und eine faire Verteilung der Sorgearbeit.

Kontakt unter gleichstellungsbeauftragte[at]landkreis-ludwigsburg.de.