Demnach erholen sich die Zahlen nach der Corona-Pandemie, haben aber noch nicht wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht (2019: Rund 66.000 Unterrichtseinheiten und fast 43.000 Teilnehmende). Den für 2024 erhöhten Planansatz von rund 2,3 Millionen Euro begründete Weis mit der unklaren Entwicklung im Bereich Zuwanderung – dabei geht es um Deutschprüfungen und Einbürgerungstests –, den stetig steigenden Personalkosten, Raummieten und Umlagen sowie dem gestiegenen Aufwand für die Digitalisierung.
Im Ausblick auf 2024/2025 benannte die Leiterin folgende Ziele: Die Teilnehmendenzahlen sollen erhöht, die Ausfallquote soll verringert werden. Zudem werden neue Kursthemen angeboten, die an die gesellschaftlichen Entwicklungen angepasst werden. 2024 ist der Themen-Schwerpunkt „Perspektive Europa“, 2025 „Gesundheit“. Außerdem soll der Zuschussbedarf so gering wie möglich gehalten werden und Ressourcen sollen durch Digitalisierung und Einsparungen bei Druckerzeugnissen geschont werden. Das E-Marketing der Schiller-Volkshochschule muss deshalb überarbeitet und ausgebaut werden.
Aktuelle Herausforderungen
Zu den aktuellen Herausforderungen zählte Weis wegen Freiberuflichkeit und Statusfeststellungsverfahren den Einsatz von Lehrkräften an Volkshochschulen, eine eventuelle Umsatzsteuerpflicht für Volkshochschul-Kurse und die Raumsituation in den Kommunen. Weitere Herausforderungen seien der weiterhin hohe Bedarf an „Deutsch als Fremdsprache“-Kursen, der Fachkräftemangel und die sich daraus ergebenden aufwändigeren Qualifikationen und Einarbeitungen von Mitarbeitenden sowie der weitere Ausbau von Kooperationen mit anderen Volkshochschulen sowie Partnerregionen des Landkreises und der Kommunen.
Insgesamt hat die Schiller-Volkshochschule aktuell 30 Mitarbeitende (Pädagogische Mitarbeitende und Verwaltungskräfte), eine Werkstudentin, einen FSJler für ein Freiwilliges Soziales Jahr (erneut ab 2025), zwei bis drei Auszubildende pro Jahr und 36 ehrenamtliche örtliche Vertretungen.