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85 Jahre Pflegeausbildung in Ludwigsburg: Investition in die Zukunft der Gesundheitsversorgung - RKH Berufsfachschule für Pflege feiert Jubiläum und zeigt, wie wichtig die Pflegeausbildung für die Menschen in der Region ist

Die Berufsfachschule für Pflege der RKH Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim feierte ihr 85-jähriges Bestehen – und damit eine beeindruckende Tradition in der Ausbildung von Pflegefachkräften. Seit 1940 werden hier junge Menschen auf einen Beruf vorbereitet, der zu den wichtigsten Säulen der Gesundheitsversorgung gehört. Heute, im modernen Schulgebäude im Kornwestheimer Salamanderareal, bietet die Pflegeschule über 400 Ausbildungsplätze und ein breites Bildungsportfolio, das den Bedarf an Pflegenachwuchs im Landkreis deckt. „Für die Gesundheitsversorgung im Landkreis ist eine qualitativ hochwertige Pflegeausbildung unabdingbar. Mit ihrer Arbeit leistet die Pflegeschule einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherung der Daseinsvorsorge und zum Wohl unserer gesamten Gesellschaft“, betonte Landrat Dietmar Allgaier bei der Jubiläumsfeier.

Eine Gruppe von zwölf Personen steht zusammen und lächelt in die Kamera. Im Hintergrund ist eine Präsentation zu sehen, die den 85. Jahrestag einer Berufsfachschule für Pflege anzeigt. Die Anwesenden tragen unterschiedliche professionelle Kleidung und scheinen an einem feierlichen Anlass teilzunehmen.

Feierlaune beim Jubiläum (von links): Dietmar Allgaier, Landrat Kreis Ludwigsburg, Clemens Homoth-Kuhs, Referatsleiter Regierungspräsidium Landesprüfungsamt für Gesundheitsberufe, Nico Lauxmann, Oberbürgermeister Kornwestheim, Marcus Herbst, Klinikgeschäftsführer, RKH Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim, Ursula Palmer, Schulleiterin, Berufsfachschule für Pflege RKH Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim, PD Dr. Johannes Gahlen, Ärztliche Direktor Gefäßchirurgie Klinikum Ludwigsburg, Janina Oehrle, Klinikleitung Krankenhaus Bietigheim-Vaihingen, Dr. Marc Nickel, Geschäftsführer RKH Gesundheit, Winfried Königs, Pflegedirektion DPPM, RKH Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim, Prof. Dr. Anke Simon, Dekanin DHBW (Bild: RKH Gesundheit – Fotograf: Benjamin Stollenberg).

Im Laufe der Jahrzehnte hat sich die Pflegeausbildung grundlegend verändert: Aus der Krankenpflegeschule wurde eine moderne Berufsfachschule mit akademisch qualifizierten Lehrenden. Heute können Interessierte zwischen einer dreijährigen Vollzeitausbildung, einer vierjährigen Teilzeitausbildung, einer einjährigen Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflegehilfe oder einem primärqualifizierenden Studium wählen. Vertiefungen und Schwerpunkte sind unter anderem Pädiatrie, Psychiatrie und Intensivpflege. Das gesamte Bildungsangebot ist AZAV-zertifiziert. Dies ermöglicht es der Schule in Kooperation mit der Agentur für Arbeit weitere Teilnehmende in die Ausbildungen aufzunehmen. Als weiteres Bildungsangebot sind ab 2026 Kurse für die Anerkennung ausländischer Fachkräfte in der Schule geplant.

Neben der Ausbildung junger Menschen spielt die Schule auch eine zentrale Rolle für die Fachkräftesicherung: Sie bildet die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen aus und ist damit ein Schlüssel, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. „Unsere Pflegeschule ist ein unverzichtbarer Baustein, um dem Fachkräftemangel zu begegnen und die Kliniken fest in der Region zu verankern. Sie ermöglicht es uns, gezielt eigene Fachkräfte auszubilden, unsere Unternehmensstrategie abzusichern und so eine exzellente Versorgung der Bürgerinnen und Bürger sicherzustellen. Damit können wir den Rückgriff auf Arbeitnehmerüberlassung verringern“, hob Dr. Marc Nickel, Medizinischer Geschäftsführer der RKH Gesundheit, hervor.

Die Schulleiterin Ursula Palmer schilderte die Entwicklung der beruflichen Pflegebildung und warf einen Blick in die Zukunft, in der sich Bildung durch die Nutzung von digitalen Instrumenten weiter verändern wird. „Der Blick in die Zukunft der Pflegebildung macht uns klar, dass wir weiterdenken müssen, wie Lehre zukünftig funktionieren kann. Diesen Weg gilt es jetzt zu beschreiten und anzubahnen.“ Impulse gaben in ihren Vorträgen auch renommierte Expertinnen: Prof. Dr. Anke Simon, Studiendekanin an der DHBW Stuttgart, schilderte die Bedeutung der digitalen Nutzung in der Pflegebildung, Prof. Dr. Claudia Eckstein, Professorin für Pflegewissenschaft an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg, referierte über die Herausforderung des Theorie-Praxis Transfer und Christine Vogler, Präsidentin und Geschäftsführerin des Deutschen Pflegerats, betonte die Notwendigkeit der Erweiterung der Tätigkeitsfelder der Pflege sowie die Bedeutung des beruflichen Selbstverständnisses. Auf einem Podium wurde der Umbruch der Pflegebildung mit Blick auf das Pflegestudium diskutiert.

Am Nachmittag öffnete die Pflegeschule ihre Türen für Schulklassen und Interessierte. Besucher konnten sich in Themenbereichen wie Psychiatrie, Intensiv- und Akutversorgung oder Kinderkrankenpflege informieren und sogar ein Patientensicherheitstraining praxisnah erleben. Das Angebot wurde begeistert angenommen.