Ohne Druck oder Erwartungen
Ehrenamtlich Engagierte besuchen die Betroffenen zu Hause oder treffen sich mit ihnen zu einem Spaziergang. Sie hören zu, schenken Zeit und Aufmerksamkeit – ganz ohne Druck oder Erwartungen. Die Treffen finden in der Regel alle zwei Wochen statt und dauern ein bis zwei Stunden. Ort und Gestaltung richten sich nach den Wünschen der Teilnehmenden. Bevor die Gespräche beginnen, wird sorgfältig darauf geachtet, dass die beteiligten Personen gut zueinander passen.
Warum Gespräche so wertvoll sind
Fachleute betonen die Bedeutung sozialer Kontakte gerade in der frühen Phase einer Demenz. Regelmäßige Gespräche fördern die geistige Aktivität, stärken das Selbstvertrauen und helfen dabei, weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
„Viele Betroffene ziehen sich aus Unsicherheit oder Scham zurück. Ein vertrauter Gesprächspartner kann dabei helfen, Ängste abzubauen, Orientierung zu geben und das Gefühl zu vermitteln, verstanden und angenommen zu werden. Studien zeigen, dass soziale Teilhabe wesentlich zum Wohlbefinden und zur Lebensqualität beiträgt“, sagt Heike Dierbach, Leiterin des Fachbereichs Soziales, Pflege und Versorgungsangelegenheiten beim Landratsamt.
Was das Angebot auszeichnet
Das Angebot zeichnet vor allem vier Dinge aus: Ein offenes Ohr – ohne Bewertung und ohne ungefragte Ratschläge; Zeit und Ruhe – ohne Termindruck oder feste Vorgaben; Raum für Gedanken und Gefühle – Sorgen aussprechen und neue Perspektiven entdecken sowie Wertschätzung und Aufmerksamkeit – ernst genommen werden, so wie man ist.
Wer Interesse hat, muss sich nicht sofort entscheiden. In einem unverbindlichen Informationsgespräch können Fragen geklärt und erste Eindrücke gewonnen werden. Eine Verpflichtung entsteht daraus nicht. Das Angebot ist kostenlos.
Auch Angehörige können sich melden
Oft sind es Angehörige, Freunde oder Nachbarn, die zuerst bemerken, dass jemand Unterstützung gebrauchen könnte. Deshalb sind auch sie herzlich eingeladen, Kontakt aufzunehmen. Das Team informiert, berät und überlegt gemeinsam, ob das Angebot des Unterstützerkreises passend sein könnte.
Kontakt:
Unterstützerkreis für Menschen mit Vergesslichkeit
Altenhilfe-Fachberatung, Landratsamt Ludwigsburg
Sibylle Kostron
Telefon: 07141 144-2463
E-Mail: unterstuetzerkreis[at]landkreis-ludwigsburg.de
