Zum Krisenstab gehören Verantwortliche der Feuerwehr, des Gesundheitsamts, des Bevölkerungsschutzes, der Kliniken und der Polizei. Sie haben sich bisher einmal in der Woche getroffen, nun werden sie wieder täglich zusammenkommen – mit dem Ziel, die Auswirkungen der fünften Corona-Welle im Landkreis so gering wie möglich zu halten.
Die von Kreisbrandmeister Andy Dorroch geleitete Arbeitsgruppe soll einen Stufenplan für die kritische Infrastruktur entwickeln. Dieser Plan legt fest, wie Mitarbeitende des Gesundheitsamts, der sozialen Dienste, des Katastrophenschutzes und der Landratsamtsleitung eingesetzt werden. Angestrebt wird dabei, immer zwei Teams aufzustellen, die sich, wenn es notwendig sein sollte, gegenseitig ersetzen können.
Zudem befindet sich der Landrat in einem regelmäßigen Austausch mit den (Ober-)Bürgermeisterinnen und (Ober-)Bürgermeistern der dem Landkreis Ludwigsburg angeschlossenen 39 Städte und Gemeinden. In den regelmäßig stattfindenden Videoschaltungen werden die einzelnen anstehenden Maßnahmen abgestimmt und vorbesprochen wie beispielsweise der Erlass von Allgemeinverfügungen, Kontrollaktionen oder auch die bevorstehenden Tests von Kindern in der Kinderbetreuungseinrichtungen.
Im Landratsamt und seinen Außenstellen gilt schon seit Wochen die 3G-Regel. Termine sind nur nach vorheriger Vereinbarung möglich. Fast alle Mitarbeitenden ohne Kundenkontakt arbeiten im Homeoffice.
Auch die Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim, deren Träger der Landkreis ist, sind auf Omikron vorbereitet: Alle Mitarbeitenden müssen sich täglich testen lassen; außerdem werden Ersatzteams aufgebaut und weitere Mitarbeitende sind für den Einsatz in Corona-Bereichen geschult worden. Wenn sich die Corona-Lage zuspitzen sollte, werden die Kliniken ihr Programm auf die Notfallversorgung reduzieren müssen.