Damit setzt die Kreisverwaltung einen weiteren Baustein im Konzept „Behördliches Mobilitätsmanagement“ um und macht damit erneut einen Schritt zum Ziel der Klimaneutralität. 30 Cent für jeden Kilometer der einfachen Wegstrecke zur Arbeit, gedeckelt auf 80 Euro im Monat analog zum ÖPNV-Fahrtkostenzuschuss. Mit dieser einfachen, aber sehr effektiven Maßnahme möchte das Landratsamt Ludwigsburg seine 2300 Beschäftigten motivieren, stärker auf das Fahrrad beim täglichen Weg zur Arbeit zu setzen. Derzeit nutzen rund 13 Prozent der Beschäftigten das Rad. Während der Corona-Zeit war ein allgemeiner Aufwärtstrend feststellbar. „Diesen Schwung gilt es nun mitzunehmen“, hofft Landrat Dietmar Allgaier auf noch mehr Mitarbeitende, die sich aufs Rad schwingen. Ziel ist die Steigerung des Anteils der Radfahrerinnen und Radfahrer unter den Mitarbeitenden des Landratsamtes auf 24 Prozent bis zum Jahr 2030.
Eine Mobilitäts-Befragung im Jahr 2021 ergab, dass ein finanzieller Anreiz durchaus geeignet wäre, mehr Menschen aufs Rad zu bringen. Das Landratsamt möchte den Mitarbeitenden bei der Gewährung der Zuschüsse eine gewisse Wahlfreiheit zwischen ÖPNV-Nutzung und Radfahren lassen. Bislang gibt es einen Zuschuss von maximal 80 Euro im Monat für Monats- und Jahreskarten im ÖPNV. Daran orientiert sich auch der Zuschuss fürs Radfahren. Monatlich können die Mitarbeitenden entscheiden, welcher Zuschuss sie bei der nachhaltigen Mobilität besser unterstützt.
Die Einführung eines Rad-Kilometergeldes ist ein weiterer wichtiger Schritt für eine klimaneutrale Verwaltung und ein Baustein des Behördlichen Mobilitätsmanagements im Landratsamt Ludwigburg. Das Landratsamt will noch einiges mehr für seine Fahrradfreundlichkeit tun: Neue Radabstellanlagen und Funktionsräume wurden und werden noch weiter umgesetzt, eine RegioRad-Station direkt am Landratsamt ist bereits Wirklichkeit. Bei einem Mobilitätstag wurden verschiedene Möglichkeiten, klimafreundlich mobil zu sein, vorgestellt: von der Fahrgemeinschaftsplattform über ÖPNV-Beratung und der Information zum Rad-Zuschuss bis hin zur Nutzung von Dienstpedelecs.
„Es tut sich was im behördlichen Mobilitätsmanagement und soll sich auch in Zukunft noch weiterentwickeln“, stellt Tina Prietz, Beauftragte für die klimaneutrale Verwaltung, fest.
Info:
- Beim Radfahren werden pro gefahrenem Kilometer ca. 138 Gramm CO2 vermieden
- Beschäftigte, die das Fahrrad regelmäßig für den Weg zur Arbeit nutzen, haben im Schnitt mindestens einen Tag pro Jahr weniger Fehlzeit.
- Durch die mögliche Einsparung von Stellplätzen sowie die gesteigerte Gesundheit und Fitness der Mitarbeitenden profitiert das Landratsamt auch finanziell von einem höheren Radverkehrsanteil.