Insgesamt wurden 58 Bewohner des Kleeblatt-Pflegeheims und 40 Bewohner des ASB-Pflegeheims in Steinheim evakuiert.
Noch am Montagvormittag (3. Juni) war die Gefahrenlage im Landkreis akut. Auch wenn kein starker Regen mehr fiel, wurde ein weiterer Anstieg des Wasserstands von Rems und Murr erwartet. Kurz nach 11 Uhr entspannte sich die Lage, da die Scheitelpunkte der Flüsse erreicht waren.
Vor allem am Sonntagnachmittag hatte Starkregen den nördlichen und nordwestlichen Teil des Landkreises getroffen. Rund 80 Gebäude wurden alleine in Walheim geflutet; in Löchgau waren 20 weitere Gebäude betroffen. In Walheim musste teilweise der Strom abgestellt werden. Auslaufende Öltanks verursachten zusätzliche Probleme. In kürzester Zeit gingen zahlreiche Notrufe ein. Einsatzkräfte stellten noch am Abend 7.000 Sandsäcke zwischen Freiberg und Benningen auf, um das Hochwasser zurückzudrängen.
Insgesamt waren 250 Feuerwehrleute im gesamten Landkreis im Einsatz. Sie befüllten 16.500 Sandsäcke, wovon 6.500 bereits am Samstagvormittag in den Landkreis Göppingen geliefert wurden. Kräfte aus dem Landkreis Ludwigsburg unterstützten auch im Rems-Murr-Kreis.
Das Polizeipräsidium Ludwigsburg war ebenfalls in die Einsatzmaßnahmen eingebunden und unterstützte insbesondere bei der Absperrung überfluteter Straßen und der Verkehrslenkung. Mit einem eigenen Führungsstab, einer Verbindungsbeamtin im Krisenstab des Landkreises sowie Verbindungspersonen in den kommunalen Einsatzleitungen wurden die polizeilichen Maßnahmen koordiniert und eng mit den anderen beteiligten Behörden und Organisationen abgestimmt. Außerdem wurden zusätzliche Einsatzkräfte für die Bewältigung einer möglichen größeren Einsatzlage bereitgestellt.
„Mein herzlicher Dank geht an alle Einsatzkräfte, die seit Einsetzen des Starkregens sehr engagiert daran arbeiteten, die Lage unter Kontrolle zu behalten und den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort tatkräftig unter die Arme greifen“, sagte der Landrat.