„Sie sind seit vielen Jahren ehrenamtlich in zahlreichen Arbeitsgruppen im Landkreis Ludwigsburg aktiv“, führte Landrat Haas weiter aus. Im Beirat „Landkreis Ludwigsburg inklusiv“ setzt sich Jutta Grolik beispielsweise in den Arbeitsgruppen „Inklusives Wohnen für Menschen mit Behinderung“ und „So stellen wir uns ein selbstbestimmtes Leben vor“ unermüdlich für das Thema Barrierefreiheit ein. „Zu Ihren Verdiensten zählen unter anderem die Einrichtung von Behindertenparkplätzen außerhalb der Bärenwiese, die Ausstattung von Behindertentoiletten mit Euroschlössern und das Aufstellen beim Musikfest der Stadtkapelle Ludwigsburg“, sagte der Chef der Kreisverwaltung.
„Sie beschränken sich jedoch nicht nur auf das Thema Barrierefreiheit, sondern bringen sich seit 2014 auch auf kreative Weise im Verein Tragwerk e.V. ein“, ergänzte Landrat Haas. Die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung oder Migrationshintergrund, egal welcher sozialen Schicht, sei ein wichtiges Anliegen von Jutta Grolik, so der Landrat in seinem Grußwort. Ihre Kreativität zeige Jutta Grolik auch durch das von ihr einberufene „Freitagssingen“ im Altenpflegeheim Karlshöhe, das im Rahmen des Besuchs- und Vorlesedienstes stattfindet.
Aufgrund ihrer persönlichen Betroffenheit durch ihre frühe Erkrankung an Kinderlähmung engagiere sich Jutta Grolik außerdem bereits seit vielen Jahren für das Thema Impfungen. „Nicht nur bei uns im Landkreis, sondern auch bundesweit sorgen Sie durch Ihre Tätigkeit als zweite stellvertretende Sprecherin des Bundesverbands Polio e.V. aktiv für eine Sensibilisierung zur regelmäßigen Auffrischung des Impfschutzes“, sagte Landrat Haas. Jutta Grolik unterstütze dadurch maßgeblich die Arbeit des Gesundheitsdezernats durch ihre Teilnahme an Veranstaltungen zum Thema Impfen.
Jutta Grolik ist in ihrem zweiten Lebensjahr an Poliomyelitis (Kinderlähmung) erkrankt. Seit elf Jahren bewohnt die 75-jährige mit ihrem Ehemann eine behindertengerechte Wohnung auf der Karlshöhe Ludwigsburg. Jutta Grolik wuchs als Deutschstämmige im heutigen Tschechien auf und kam 1967 als Spätaussiedlerin nach Deutschland. Bereits 2014 erhielt Jutta Grolik die Ludwigsburg-Medaille.
