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Infokampagne 2024: Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung

In diesem Jahr koordiniert das Gesundheitsdezernat des Landratsamts Ludwigsburg eine landkreisweite Infokampagne für das Projekt „Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung“ mit Unterstützung der Kreissparkassenstiftung Gesundheit im Landkreis Ludwigsburg.

Eine Werbetafel, die Frauen zeigt, die auf ein großes rotes Herz mit der Zahl „10.000 €“ zeigen. Der Text fordert dazu auf, den Arzt aufzusuchen und erläutert die medizinische Soforthilfe nach einer Vergewaltigung.

Vor der Plakatwand am Bahnhof Ludwigsburg von links: Isabel Kurz, Pressesprecherin der Kreissparkasse Ludwigsburg, Dr. Uschi Traub, Ärztin und Leiterin der Gesundheitsförderung im Gesundheitsdezernat des Landratsamts Ludwigsburg, sowie Cynthia Schönau, Gleichstellungsbeauftragte des Landratsamts Ludwigsburg.

Sexuelle Übergriffe sind jede Art von unerwünschten sexuellen Handlungen, die körperliche oder seelische Schäden verursachen können, dazu zählt auch Vergewaltigung. „Opfer sollten sich möglichst zeitnah auf Verletzungen und Infektionen untersuchen lassen und eine vertrauliche Beweissicherung erlauben“, empfiehlt Dr. Uschi Traub, Ärztin und Leiterin der Gesundheitsförderung im Gesundheitsdezernat des Landratsamts Ludwigsburg.

In Ludwigsburg gibt es seit November 2021 das Projekt „Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung“, auf das alle ab 14 Jahren, die Opfer einer Vergewaltigung geworden sind, zugreifen können. Im RKH Klinikum in Ludwigsburg erfolgt eine kostenlose und vertrauliche medizinische Versorgung und bei Bedarf auch eine Spurensicherung für eine sofortige oder spätere Anzeige bei der Polizei.

Infokampagne soll auf Angebot aufmerksam machen

Nur wenn dieses Angebot bekannt ist, können Opfer es auch in Anspruch nehmen. Deshalb läuft zurzeit eine breitgefächerte Infokampagne, die Mandy Bronner, Mitarbeiterin des Gesundheitsamts, organisiert. Großflächenplakate sind an verschiedenen Standorten im Landkreis zu sehen, zum Beispiel am Bahnhof in Ludwigsburg und Vaihingen an der Enz oder in Kornwestheim beim Supermarkt Rewe.

Außerdem gibt es für vier Wochen CityCards (Postkarten) in Bars und Restaurants. Ab Oktober macht Werbung auf dem Videoboard am Busbahnhof in Bietigheim-Bissingen mehrmals in der Woche und bis zu 300-mal am Tag auf das wichtige Projekt aufmerksam. Ende Oktober und Anfang November hängen Brückenbanner an zwei Standorten in Ludwigsburg. Durch einen Schülerwettbewerb sind Motive zum Bedrucken von Taschen, Sitzkissen und vielem mehr entstanden. Das Team des Gesundheitsdezernats stellt diese im November vor. „Durch die verschiedenen Infomaßnahmen hoffen wir, dass die Kampagne möglichst viele Menschen erreicht“, sagt Bronner.

„Menschen in Not und Opfer von Gewalttaten darf man nicht allein lassen. Es ist gut und wichtig, dass es im RKH Klinikum Ludwigsburg eine kostenlose, vertrauliche Anlaufstelle gibt. Noch wichtiger ist es, das Angebot bekannt zu machen. Mit unserer Stiftung Gesundheit ermöglichen wir die großangelegte Info-Kampagne und hoffen, damit vielen Betroffenen im Notfall helfen zu können“, erklärt Isabel Kurz, Pressesprecherin der Kreissparkasse Ludwigsburg.

Fragen zum Projekt beantworten oder weitere Auskünfte erteilen Dr. Uschi Traub oder Mandy Bronner, Hindenburgstr. 20/1, 71638 Ludwigsburg, Tel. 07141 144-2520, E-Mail: gesundheitsfoerderung[at]landkreis-ludwigsburg.de

Weitere Informationen gibt es auch unter www.soforthilfe-nach-vergewaltigung.de