Gemeinsam mit Andy Dorroch, Gesamtleitung KIZ, Dr. Roland Kolepke, medizinischer Leiter der KIZ, sowie Dr. Carola Maitra, Vorsitzende der Kreisärzteschaft, stellt der Landrat das weitere Vorgehen im Landkreis vor. Ab dem 1. Oktober geht die Zuständigkeit für Corona-Impfungen vollständig auf die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte über. Landrat Dietmar Allgaier zog ein positives Fazit aus neun Monaten KIZ: „Der Landkreis Ludwigsburg hat mit der Organisation der KIZ eine wirklich herausfordernde Aufgabe der Pandemiebekämpfung sehr gut bewältigt. Auch wenn die KIZ die Vollauslastung aufgrund des Impfstoffmangels nur kurzzeitig erreichten, waren sie unabdingbar, um die Impfnachfrage im Landkreis zu meistern.“
Rund 230.000 Impfungen wurden im Zeitraum vom 22. Januar bis zur Schließung in den Ludwigsburger Kreisimpfzentren durchgeführt. Im Durchschnitt sind das 915 Impfungen pro Tag, unter Vollauslastung wären rund 2.000 Impfungen täglich möglich gewesen. Diese Auslastung wurde nur Ende Juni kurzzeitig erreicht. Trotzdem waren die KIZ laut Andy Dorroch wirtschaftlich, das Gesamtbudget des Landes wurde sogar um 32 Prozent unterschritten. Seit Mitte Juli waren für insgesamt sechs Wochen zwei mobile Impfbusse im ganzen Landkreis im Einsatz, die rund 6.000 Impfungen durchführten. Momentan sind noch vier Impfbusse mit ambulanten Teams vorwiegend bei kulturellen Veranstaltungen unterwegs. Zusätzlich gab es mehrere Impfaktionen an weiterführenden und beruflichen Schulen. Diese Aktionen beweisen: Der Landkreis hat sich mit flexiblen und niedrigschwelligen Impfangeboten dafür eingesetzt, jeden Impfling zu erreichen.
Personen, deren Zweitimpfung ab dem 1. Oktober ansteht, sollten sich möglichst schnell um Impftermine bei ihren Hausärzten kümmern. Wenn kein Hausarzt zur Verfügung steht, kann die Impfung in den Corona-Schwerpunktpraxen erfolgen, z.B. im MVZ Dr. Kolepke und Kollegen (Terminbuchung über: www.mvz-kolepke.de). Dr. Kolepke betonte zum weiteren Vorgehen: „Auch wenn die KIZ nicht mehr zur Verfügung stehen, ist es wichtig, dass Impfwillige weiterhin leichten Zugang zu Impfangeboten erhalten – daran arbeiten wir, in enger Abstimmung mit dem Landratsamt.“ Weiterhin berichtet Dr. Carola Maitra: „Die Ärzteschaft des Landkreises ist auch nach Schließung der KIZ mit den geschaffenen Strukturen gut aufgestellt, die noch ausstehenden Impfungen für die Bevölkerung des Landkreises durchzuführen.“ Zusätzlich zu diesen Angeboten wird das Land bis Jahresende 30 mobile Impfteams, darunter auch eines in Stuttgart, vorhalten, die landkreisübergreifend im Einsatz sind.