So soll verhindert werden, dass die stark beanspruchten Logistik- und Hilfeleistungsstrukturen blockiert werden. Zuletzt haben die Zentralen des Polnischen und Ukrainischen Roten Kreuzes in einem Appell an ihre Schwestergesellschaften darauf hingewiesen, dass keine Kapazitäten zur Annahme nicht abgesprochener und nicht angeforderter Hilfeleistungen und Unterstützungsangebote vorhanden sind. Landrat Dietmar Allgaier appelliert deshalb an alle Bürgerinnen und Bürger, die helfen wollen: „So sehr wir die Hilfsbereitschaft begrüßen, ist es doch dringend nötig, Unterstützungsangebote vorab mit den jeweiligen Standortkommunen abzustimmen.“ Sachspenden seien dann sinnvoll, wenn die großen Hilfsorganisationen dazu aufrufen. Momentan seien eher Geldspenden gefragt.
Auch die private Aufnahme von Geflüchteten solle mit den jeweiligen Stadt- und Gemeindeverwaltungen abgestimmt werden. Da die Geflüchteten schnell eine Aufenthaltserlaubnis erhalten und deshalb nicht lange in der vorläufigen Unterbringung des Landkreises bleiben, sind die Kommunen die richtigen Ansprechpartner für Unterbringungsangebote. „Wir können den Geflüchteten nur dann helfen, wenn angemessener Wohnraum, eine sichere Versorgung und in der Folge auch andere Leistungen, beispielsweise Kindergartenplätze, gewährleistet werden können“, betont Landrat Allgaier.
Niederschwellige Angebote, beispielsweise Wohnungen und Unterkünfte bis zu einer Größe von maximal 20 Plätzen, sollen demnach von den jeweiligen Standortkommunen geprüft, größere Objektangebote mit mehr als 20 Plätzen hingegen an das Landratsamt weitergeleitet werden.
Antworten auf Fragen zum Thema Flüchtlinge aus der Ukraine findet man in einem Infokasten auf der Startseite des Landratsamts unter folgendem Link: https://www.landkreis-ludwigsburg.de/de/verkehr-sicherheit-ordnung/asyl-fluechtlingsarbeit/fluechtlinge-aus-der-ukraine/