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Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit: Gehölzpflege-Arbeiten entlang der Straßen im Landkreis beginnen - Verkehrsteilnehmer müssen mit Behinderungen rechnen

Heckenbestände verjüngen, das Lichtraumprofil freischneiden und nicht mehr verkehrssichere Einzelbäume entfernen – das sind die Gehölzpflegearbeiten, die ab sofort bis zum 28. Februar 2021 an definierten Streckenabschnitten entlang der Straßenböschungen im Landkreis stattfinden. Ausgeführt werden sie durch Landschaftspflegefirmen, die das Landratsamt Ludwigsburg damit beauftragt hat.

Die Bepflanzungen an Straßen erfüllen vielfache Funktionen wie Sicht- und Blendschutz, Böschungssicherung, aber auch Überflughilfe für bestimmte Vogelarten. Um diese Funktionen dauerhaft aufrechtzuerhalten und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten, müssen regelmäßig Pflegemaßnahmen entlang der Straßen durchgeführt werden. Nach dem Bundesnaturschutz-gesetz dürfen Pflegemaßnahmen von Gehölzen in der freien Landschaft zwischen Anfang Oktober und Ende Februar durchgeführt werden.

In diesem Zeitraum werden durch das Freischneiden des Lichtraumprofils die Sicht auf Schilder und Verkehrszeichen wiederhergestellt und in die Fahrbahn ragende Gehölze zurückgeschnitten. Auch zu hoch und lückig gewordene Heckenzüge werden durch das „Auf-den-Stock-Setzen“ – ein Abschneiden etwa zehn Zentimeter über dem Boden – gepflegt. Was manchmal wie ein radikaler Kahlschlag wirken mag, dient den Pflanzen als lebenserhaltende und verjüngende Pflegemaßnahme, von der sie sich rasch wieder erholen. Durch das abschnittsweise Vorgehen haben Kleintiere und Insekten die Möglichkeit, sich auf die neue Situation einzustellen und erhalten auf den unangetasteten Nebenflächen genug Rückzugsfläche. Zudem werden im Vorfeld der Arbeiten erhaltenswerte Bäume innerhalb der Heckenzüge gekennzeichnet, die im Bestand belassen werden. Neben dem Ziel, durch diese selektive Förderung von Einzelbäumen ökologisch wertvolle und landschaftsbildprägende Altholzbestände zu etablieren, spielt auch die Auswahl der verbleibenden Holzarten im Hinblick auf die Anpassung an den Klimawandel eine immer größere Rolle.

Außer der flächigen Pflege bilden Baumfällungen inzwischen stark geschädigter Einzelbäume einen zweiten Bestandteil der Gehölzpflegearbeiten. Nachdem in den vergangenen Jahren bereits zunehmende Pilzkrankheiten an einigen Baumarten zum totalen Absterben befallener Bäume führten, leiden die Straßenbegleitbäume nun zusätzlich unter der Trockenheit der vergangenen Sommer. Das rechtzeitige Reagieren auf die zunehmende Anzahl geschädigter Bäume stellt den Straßenbetriebsdienst vor große Herausforderungen.

Für die Gehölzpflegearbeiten, die teilweise nur mit einer Hubarbeitsbühne und Spezialgerät, einem sogenannten Fällkran, ausgeführt werden können, wird zur Absicherung des Arbeitsbereiches die Fahrbahn eingeengt oder halbseitig gesperrt und der Verkehr je nach örtlicher Gegebenheit teilweise über eine Baustellenampel geregelt. Für die dadurch entstehenden Verkehrsbehinderungen bittet das Landratsamt die Verkehrsteilnehmer schon jetzt um Verständnis.