„Mit dem Staatspreis Baukultur würdigen wir herausragende Antworten auf die aktuellen Fragen beim Planen und Bauen im Land“, sagt Nicole Razavi, Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg. Bei der diesjährigen Preisverleihung sei auch ein Zeichen für eine neue Um-Baukultur gesetzt worden, so die Ministerin weiter.
Die Staatspreise in neun Kategorien sowie die 18 Anerkennungen wurden von der zum Teil international besetzten Jury aus insgesamt 235 eingereichten Projekten ausgewählt. Es werden mögliche Ansätze zur Umgestaltung der Kommunen und zum Umgang mit dem Bestand aufgezeigt und beispielhaft erläutert. Zudem werden Überlegungen angestellt, wie Gebäude, Freiräume und Infrastrukturen so gebaut werden können, dass sie auch in Zukunft gut genutzt werden können.
Aus dem Landkreis Ludwigsburg wurde der Mühlensteg in Besigheim prämiert. Mit dem Neubau der insgesamt 117 Meter langen Fuß- und Radwegbrücke über die Enz wurde in Besigheim die mittelalterliche Altstadt mit dem umgestalteten Parkareal am Fluss und den angrenzenden Stadtgebieten verbunden. Die innovative und selbstverankerte Hängebrücke ist durch ihre materialsparende Hohlkörperkonstruktion äußerst ressourceneffizient und bietet gleichzeitig einen spektakulären Ausblick auf die umliegende Enzaue.
Bis 15. August: Ausstellung im Kreishaus zeigt zukunftsweisendes Planen und Bauen
„Die Wanderausstellung zum Staatspreis Baukultur Baden-Württemberg ist eine großartige Gelegenheit, gemeinsam neue Lösungen für die baulichen Herausforderungen von morgen zu entdecken und weiterzuentwickeln“, sagt Landrat Dietmar Allgaier. Das Spektrum der Ausstellung ist vielfältig und reicht vom Städtebau und der Stadtentwicklung über Infrastrukturen und Ingenieurbauten bis hin zu Wohnungsbau, Mischnutzung, Gewerbe und Industriebauten. Doch auch Bildungsbauten, Gemeinschaftsbauten und öffentliche Räume werden thematisiert. Und schließlich werden Prozesse und Initiativen in den Fokus gerückt.
Vom 24. Juli bis 15. August 2024 besteht die Möglichkeit, die Ausstellung zum Staatspreis Baukultur Baden-Württemberg 2024 im Kreishaus des Landratsamts Ludwigsburg zu besuchen. Auf 30 Tafeln werden alle ausgezeichneten Projekte mit erläuternden Texten,
Auszügen aus der Jurybewertung und Bildern vorgestellt. Zusätzlich können Filme über die abgebildeten QR-Codes angesehen werden. Einleitende Tafeln geben Aufschluss über das Auswahlverfahren und die Zusammensetzung der Jury. Ein besonderes Highlight stellt der Infopoint dar, der neben Videoausschnitten aus den Projekten auch Broschüren der Wanderausstellung zeigt.
Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Kreishauses besichtigt werden:
Montag bis Freitag: 8:30 Uhr bis 12:00 Uhr
Montag: 13:30 Uhr bis 15:30 Uhr
Donnerstag: 13:30 Uhr bis 18:00 Uhr
Hintergrund
Der Staatspreis Baukultur wurde bisher zweimal, in den Jahren 2016 und 2020, verliehen. Er ist ein zentrales Element der Landesinitiative Baukultur Baden-Württemberg, deren Ziel die Stärkung und Förderung der Planungs- und Baukultur im Land ist. Mit der Auslobung am 15. Mai 2023 hatte das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen dazu aufgerufen, Projekte aus allen Bereichen des Planens und Bauens einzureichen, die darin vorbildlich und übertragbar sind, dass sie in besonders innovativer und nachhaltig wirksamer Weise funktionale, gestalterisch-ästhetische, technisch-konstruktive, soziale, kulturelle, ökologische und ökonomische sowie prozessuale Qualitäten miteinander verbinden. Gesucht wurden Projekte, die seit dem 1. Januar 2019 bis zum 30. April 2023 realisiert wurden.