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Von den Römern bis zur Kommunalreform

Der neue Band der Ludwigsburger Geschichtsblätter ist jetzt Landrat Dietmar Allgaier überreicht worden. Die Vorsitzende des Historischen Vereins für Stadt und Kreis Ludwigsburg, Elfriede Krüger, war am Dienstag (14.12.21) ins Kreishaus gekommen, um das neue Buch vorzustellen.

Drei Personen stehen in einem Raum und halten Bücher in den Händen. Die Frau in der Mitte trägt eine rote Jacke und eine Brille. Alle drei Personen tragen Gesichtsmasken. Im Hintergrund sind Fenster und dekorative Elemente zu sehen.

Kreisarchivar Dr. Thomas Schulz, Die Vorsitzende des Historischen Vereins für Stadt und Kreis Ludwigsburg Elfriede Krüger und Landrat Dietmar Allgaier (v.l.) bei der Übergabe des neuen Bands der Ludwigsburger Geschichtsblätter

In seinem Dank betonte der Landrat, dass er den Wert der weit über den Landkreis hinaus bekannten Geschichtsblätter zu schätzen wisse. „Unser Kreis ist sehr geschichtsträchtig, und es ist wichtig, dass dieses historische Erbe gepflegt wird“, lobte der Landrat die Aktivitäten des Vereins. Dem Verein gelinge es jedes Jahr aufs Neue, mit seiner Publikationsreihe das Interesse an Lokal- und Regionalgeschichte zu wecken und zu vertiefen. Der Landkreis werde auch im kommenden Jahr die Herausgabe der Geschichtsblätter und somit auch die Arbeit des Vereins unterstützen.

Auf den 240 Seiten des jüngsten, von Kreisarchivar Dr. Thomas Schulz redigierten Bandes der Geschichtsblätter haben elf fachkundige Autoren wieder interessante Aspekte aus der Geschichte von Stadt und Landkreis untersucht. Zeitlich am weitesten zurück geht Frank Merkle, der in seinem Aufsatz die Verhältnisse im Raum Bietigheim in der Epoche der Römer vorstellt. Am anderen Ende der Zeitskala steht der Beitrag „Kontinuität und Neubeginn“, in dem Florian Hoffmann die Vorgeschichte der Eingliederung von Schöckingen und Heimerdingen in die Stadt Ditzingen im Jahr 1971 abhandelt. Mit einem Spezialthema der Ludwigsburger Stadtgeschichte befasst sich Günther Bergan, der in seinem Aufsatz „Fasse Dich kurz!“ der Geschichte des Telefonierens in Ludwigsburg nachspürt. Kreisweiten Bezug hat der Beitrag von Reinhard Wolf, der in Wort und Bild Beispiele für Hohlwege und Mergelhohlen im Landkreis Ludwigsburg präsentiert.

Ein dunkles Kapitel der Lokalgeschichte arbeitet Christian Hofmann in dem Beitrag „Kinder-Euthanasie und das Gesundheitsamt Ludwigsburg“ auf. Er stellt darin einzelne Opferschicksale aus Ludwigsburg vor und macht daran exemplarisch deutlich, mit welch grausamer Gründlichkeit die „Bürokratie der Vernichtung im Nationalsozialismus“ funktionierte. Ebenfalls ein Thema aus der NS-Zeit greift Thomas Schulz auf, der die Vorgänge rund um die Entlassung des Bürgermeisters Paul Eberle von Unterriexingen im Jahr 1933 untersucht.

Die weiteren Themen und Autoren: „Hohenasperg und Hohentwiel im Dreißigjährigen Krieg“ (Eberhard Fritz), „Winzerhausen und seine abgegangene Nikolauskirche“ (Markus Pantle), „John F. Ballier. Aurichs Beitrag zur Geschichte der USA“ (Ann Marie Ackermann und Jürgen Macher), „Die Lebensreise der Helene Guttman. Ein Beispiel für Mobilität im 20. Jahrhundert“ (Simon Karzel) sowie eine besondere Rarität aus Ludwigsburger Porzellan (Hans Dieter Flach).

Der mit 122 Abbildungen reich illustrierte Band 75 der Ludwigsburger Geschichtsblätter kostet 18 Euro. Er ist im Buchhandel und im Kundencenter der Ludwigsburger Kreiszeitung erhältlich.