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Versorgungsangebot „Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung“ - Stabübergabe an das Gesundheitsdezernat

Die Zuständigkeit für das Versorgungsangebot „Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung“ wechselt innerhalb des Landratsamts Ludwigsburg. Pünktlich zum Jahresende gibt die Gleichstellungsbeauftragte Cynthia Schönau den Stab an die Leiterin des Fachbereichs Gesundheitsförderung und Gesundheitsplanung, Dr. Uschi Traub, weiter. Ab dem 1. Januar 2023 soll die federführende Projektbegleitung dauerhaft beim Gesundheitsdezernat des Landratsamts verortet werden.

Drei Frauen stehen an einem Tisch und halten eine Mappe mit einem Bild auf dem Cover. Sie tragen bunte Kleidung und wirken freundlich. Im Hintergrund sind Plakate mit gesundheitlichen Botschaften zu sehen. Die Szene vermittelt Unterstützung und Informationen zu medizinischen Themen.

Von links: Die Gleichstellungsbeauftragte Cynthia Schönau, Dr. Uschi Traub, Leiterin des Fachbereichs Gesundheitsförderung und Gesundheitsplanung, sowie Mandy Bronner, Mitarbeiterin im Fachbereich Gesundheitsförderung und Gesundheitsplanung.

Das umfassende Versorgungsangebot „Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung“, basierend auf dem Modellprojekt der Beratungsstelle Frauennotruf Frankfurt, startete am 25. November 2021 am RKH Klinikum Ludwigsburg für alle Menschen ab 14 Jahren, die sexualisierte Gewalt erlebt haben. Das Angebot enthält auf Wunsch der Betroffenen eine rechtssichere vertrauliche Spurensicherung direkt im Klinikum. Eine Anzeige oder die Einbeziehung der Polizei ist nicht erforderlich. Das sichergestellte Beweismaterial wird zum rechtsmedizinischen Institut in Heidelberg gebracht. Dort steht es für Erwachsene ein Jahr und für Minderjährige bis zur Vollendung des 19. Lebensjahres für eine spätere Anzeigenerstattung zur Verfügung. Die bei dem Projekt involvierten Fachberatungsstellen bei sexualisierter Gewalt in Ludwigsburg, Frauen für Frauen e.V. und Silberdistel e.V., bieten den Betroffenen eine vertrauliche kostenfreie Beratung an. Die Opfer müssen sich nicht in der Akutsituation entscheiden und können überlegt später Anzeige erstatten, falls sie es wünschen.

Cynthia Schönau war Initiatorin dieses Angebots im Landkreis. Der Sozialausschuss und der Kreistag befürworteten einstimmig diese wichtige niederschwellige Hilfe für Opfer in Notsituationen. Zusammen mit dem RKH Klinikum Ludwigsburg, dem Gesundheitsdezernat des Landkreises und den beiden Fachberatungsstellen Frauen für Frauen e.V. und Silberdistel e.V. hat Schönau als Leiterin das Projekt im Landkreis umgesetzt und bis jetzt federführend betreut. Das Referat Prävention des Polizeipräsidiums Ludwigsburg unterstützte dabei mit Fachexpertise. Mit dem RKH Klinikum Ludwigsburg gibt es dieses Angebot aktuell an vier Standorten in Baden-Württemberg. Seit dem Start des Projekts wurden acht Personen – Frauen im Alter von 18 bis 60 Jahren – im Rahmen des Projekts medizinisch versorgt. Alle haben gleichzeitig die Vertrauliche Spurensicherung in Anspruch genommen.

Für den Ersten Landesbeamten Jürgen Vogt ist es „eine selbstverständliche und wichtige Aufgabe, Menschen, die Opfer von Vergewaltigung werden, bestmöglich zu helfen“. 

Weitere Infos zum Angebot unter www.soforthilfe-nach-vergewaltigung.de.