„Sie sind sogenannte Trittsteine für die Artenvielfalt und den Klimaschutz und stellen unter Beweis, dass wir – gerade auch bei uns in Europa – eine enge Zusammenarbeit brauchen“, so Landrat Haas. Das 780 Quadratkilometer große Tápió-Gebiet befindet sich in der Partnerregion Komitat Pest, 70 Kilometer östlich von Budapest, und zeichnet sich aus durch eine abwechslungsreiche Landschaft, eine reichhaltige Flora und Fauna sowie ein international bedeutsames Vogelbrutgebiet. Die gemeinnützige Tápió-Stiftung, der auch der Landkreis Ludwigsburg schon seit der Gründung im Jahr 1997 angehört, hat wesentlich zur Einrichtung eines Naturparks im Tápió-Gebiet beigetragen. Landrat Haas bezeichnete das Tápió-Naturschutzprojekt in seinem Grußwort als „Musterbeispiel für eine konstruktive Zusammenarbeit kommunaler Ebenen über nationale Grenzen hinweg“. Durch die gemeinsame Arbeit innerhalb der Tápió-Stiftung seien bereits in der Vergangenheit neue Naturschutzgebiete ernannt, das Naturschutzzentrum in Farmos gebaut und eine Jugendunterkunft für Schülergruppen errichtet worden, so der Chef der Kreisverwaltung. „Ich freue mich, dass der Landkreis Ludwigsburg durch die Spende von 5000 Euro einen Beitrag zum neuen Naturpark leisten konnte und wünsche mir, dass der Titel Naturpark für das Tápió-Gebiet neue Chancen und Fördermöglichkeiten erschließt“, sagte Landrat Haas im Rahmen der Feier.
Die Tápió-Stiftung, eine gemeinsame Initiative des ehrenamtlichen ungarischen Naturschutzes, der Tápió-Gemeinden, des Komitats Pest sowie des Landkreises Ludwigsburg, wurde 1997 gegründet. Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Regionen existieren seit 1992, im Jahr 2000 wurde die Partnerschaft offiziell besiegelt. Der Austausch basiert auf gemeinsamen Fachseminaren und Projekten zu sozialen und umweltschutzrechtlichen Themen, den Schwerpunkt bilden Jugendaustauschprogramme.
