In seiner Rede würdigte Allgaier das PKC als einen besonderen Erinnerungs- und Lernort. „Das PKC Freudental ist kein Ort, durch den man leise hindurchgeht und anschließend wieder vergisst, was man gesehen hat“, sagte der Landrat. Vielmehr sei es „ein Ort der Begegnung und des Lernens“, der jüdische Geschichte und Kultur lebendig halte und sich aktiv für Toleranz, Demokratie und Erinnerungskultur einsetze.
„In diesem Jahr blicken wir dankbar auf unser letztjähriges Jubiläumsjahr zu 40 Jahren PKC zurück. Als Vorsitzender freue ich mich über die Unterstützung unserer Arbeit von vielen Seiten aus dem Landkreis und darüber hinaus. Wenn es das PKC nicht gäbe, müsste man es erfinden“, ergänzte Bürgermeister und 1. Vorsitzender des PKC, Albrecht Dautel.
Mit Blick auf die Gegenwart betonte Allgaier die Rolle des PKC im Einsatz gegen Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit. Gerade vor dem Hintergrund zunehmender Hassrede in sozialen Medien sei Zivilcourage unverzichtbar. „Sie bedeutet, nicht zu schweigen, wenn andere angegriffen werden. Haltung zu zeigen, wo Menschen ausgegrenzt oder bedroht werden“, sagte der Landrat.
Delegationsbesuch, Schulpartnerschaften und Zusammenhalt
Allgaier hob die Bedeutung des PKC für die seit Jahrzehnten bestehende Partnerschaft zwischen dem Landkreis Ludwigsburg und dem Oberen Galiläa hervor. Diese lebe von persönlichen Begegnungen, Schulpartnerschaften und dem Austausch über Bildung, Jugend sowie kommunale Themen. Besonders eindrücklich seien die Eindrücke der Delegationsreise nach Israel gewesen, bei der auch Orte besucht wurden, die das Leid der vergangenen Jahre sichtbar machten. Der Besuch sei ein bewusstes Zeichen der Solidarität und Freundschaft gewesen – „in der Hoffnung auf Frieden und Sicherheit für alle Menschen in der Region, Israelis wie Palästinenser“.
Abschließend dankte Allgaier den Engagierten, Ehrenamtlichen und Partnern des PKC sowie den Kreisrätinnen und Kreisräten für die Unterstützung. Gerade vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage sei dies keine Selbstverständlichkeit, betonte Allgaier und dankte den Kreisrätinnen und Kreisräten, dass sie mit der Erhöhung der Finanzierung auch in finanziell schwierigen Zeiten ein klares Bekenntnis zu Bildung, Erinnerungskultur und internationaler Verständigung setzten.
