Ideen geprüft – Rahmenbedingungen bleiben herausfordernd
Die im offenen Brief formulierten Vorschläge und Ideen wurden durch die Kreisverwaltung eingehend geprüft. Dabei zeigt sich, dass die Weinbergsteillagen bereits umfassenden Regelungen unterliegen – etwa als Landschaftsschutzgebiet sowie im Rahmen des Biotop- und Denkmalschutzes. Dennoch lassen sich aus diesen Regelungen allein keine ausreichenden finanziellen Mittel für den langfristigen Erhalt generieren. Auch eine zusätzliche Ausweisung als Naturdenkmal würde daran nichts ändern und ist aufgrund der Flächengröße in Teilen ohnehin nicht umsetzbar.
Begrenzte Fördermöglichkeiten durch EU-Vorgaben
Im Hinblick auf mögliche Förderinstrumente verweist der Landkreis auf die geltenden europäischen Beihilferegelungen. Ein im Jahr 2024 in Auftrag gegebenes Gutachten einer spezialisierten Kanzlei konnte keine neuen Fördermöglichkeiten über bestehende Programme hinaus aufzeigen. Zusätzliche finanzielle Unterstützung wäre demnach nur über aufwendige Notifizierungsverfahren auf EU-Ebene realisierbar.
Flächentausch als Chance – freiwillige Mitwirkung entscheidend
Positiv bewertet der Landrat den im offenen Brief angesprochenen Ansatz, durch Flächentausch sogenannte Kernzonen für den Weinbau zu bilden. „Diese Maßnahme kann einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Bewirtschaftung leisten, setzt jedoch die freiwillige Mitwirkung der Eigentümerinnen und Eigentümer voraus“, so Landrat Allgaier. „Wir werden einen ‚freiwilligen Landtausch‘ schnell und unkompliziert mit einem gebührenfreien Verfahren unterstützen.“
Landkreis bleibt aktiv und sucht Lösungen
Trotz aktueller Rückschläge – etwa der Ablehnung eines Förderantrags im Bereich der Landschaftspflege – wird der Landkreis sein Engagement fortsetzen. Die Kreisverwaltung arbeitet weiterhin daran, Fördermöglichkeiten zu erschließen sowie Öffentlichkeit und Politik für die Bedeutung der Steillagen zu sensibilisieren.
Dank an Engagierte vor Ort
Abschließend spricht Landrat Allgaier allen Engagierten in den Weinbaugemeinden seinen Dank aus: „Der Erhalt dieser einzigartigen Kulturlandschaft ist ohne den Einsatz der Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter sowie vieler Ehrenamtlicher nicht möglich. Gemeinsam werden wir weiterhin daran arbeiten, tragfähige Lösungen zu entwickeln und Projekte erfolgreich umzusetzen.“
