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Plattform für Menschen mit Behinderung organisiert Hilfsmittel-Spendenaktion für Ukraine-Direkthilfe: Ein zweites Leben für alte Rollstühle – Kommunale Behindertenbeauftragte des Landkreises Ludwigsburg übernimmt Schirmherrinnenschaft

„Es fehlt an Rollstühlen, Rollatoren, Gehilfen, Orthesen, Prothesen, überhaupt an Reha-Artikeln“, beschreibt Alexander Lang die Lage im ukrainischen Kreiskrankenhaus Ternopil im Osten des Landes. Der Berater für Barrierefreiheit betreibt die professionelle Internet-Plattform YouLife.Rocks, ein Start-up für die Belange von Menschen mit Behinderung und chronischer Krankheit, das auch von immer mehr Unternehmen zur Darstellung ihres Angebots genutzt wird. Seine zahlreichen Kontakte nutzt der 55-Jährige jetzt für einen eindringlichen Spendenaufruf zugunsten des kleinen Krankenhauses, zu dem ein direkter Kontakt besteht. Nicht mehr benötigte, aber funktionsfähige Hilfsmittel wie Rollatoren, Krücken oder Rollstühle bekommen auf diese Weise ein zweites Leben.

Drei Personen stehen in einem Außenbereich. Zwei Männer sitzen in Rollstühlen, während eine Frau in der Mitte mit einem weißen Stock steht. Alle drei lächeln und wirken entspannt. Im Hintergrund sind Gebäude und Pflanzen sichtbar.

von links: Alexander Lang von YouLife.Rocks, Claudia Lychacz, Kommunale Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung und Schirmherrin der Spendenaktion, sowie Philipp Schrenk, ebenfalls von YouLife.Rocks.

„Ein Mitarbeiter der Speidel GmbH in Illingen knüpfte über seine ukrainischen Verwandten Kontakte zu dem Franziskaner-Orden, der das Krankenhaus betreibt. Seitdem führen der Mitarbeiter und sein Chef, unterstützt durch den Rotary Club Mühlacker – Enzkreis, immer wieder Hilfstransporte durch“, erzählt Lang.

An der polnischen Grenze werden die Güter direkt dem Mönch übergeben, der als Kirchenmann die Grenze leichter passieren darf. Die Hilfe ist bitter nötig. „Viele von uns können es sich nicht vorstellen, was es heißt, wenn keine ausreichende medizinische Versorgung gegeben ist oder wenn ein Krankenhaus maximal sechs Stunden am Tag Strom und selten fließend Wasser hat“, sagt Lang. „Auch möchte man nicht daran denken, wie das tägliche Leben für einen Menschen mit Behinderung aussieht, wenn die täglich benötigten Hilfsmittel fehlen, der Rollstuhl defekt ist oder man gar nicht vor die Türe kann, weil alles zerbombt ist“, so der Fachmann, der selbst Rollstuhlnutzer ist.

„Es ist perfekt, dass wir als Schirmherrin für dieses Projekt Claudia Lychacz, die Kommunale Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung im Landkreis Ludwigsburg, gewinnen konnten, die uns bei der Umsetzung tatkräftig unterstützen wird“, betont Lang stolz.

„Die Schirmherrinnenschaft zu übernehmen, war für mich eine große Freude und Selbstverständlichkeit“, meint Claudia Lychacz. „Hier kann jeder Mensch einen Beitrag leisten. Sei es mit gebrauchten Hilfsmitteln, mit Unterstützung durch eine Abhol-Fahrt, mit einer finanziellen Spende oder auch durch Teilen und Weitersagen dieser Aktion. Seit 2021 ist „#Alle“ mein Arbeitsmotto. Ich wünsche mir, dass viele Menschen dabei helfen, dieses Motto auch für die Spendenaktion lebendig werden zu lassen.“

Was das kleine Krankenhaus und weitere Liegenschaften der Franziskaner derzeit vor allem benötigen, weiß Alexander Lang durch die engen persönlichen Kontakte genau. Sein dringlicher Appell: „In vielen Haushalten finden sich nicht mehr benötigte Hilfsmittel wie Rollatoren, Krücken oder Rollstühle, die noch gut in Schuss sind. Auch bei Ihnen? Wir holen sie ab!“

Interessierte können per Mail Kontakt aufnehmen über: ukraine[at]youlife.Rocks