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Pflanzenrückschnitt zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beginnt: Gehölzpflegearbeiten entlang der Straßen im Landkreis

Entlang der Straßenböschungen im Landkreis werden bis zum 28. Februar 2023 Gehölzpflegearbeiten durch die Landschaftspflegefirmen ausgeführt, die das Landratsamt Ludwigsburg beauftragt hat. Dabei werden an definierten Streckenabschnitten Heckenbestände verjüngt, das Lichtraumprofil freigeschnitten und nicht mehr verkehrssichere Einzelbäume entfernt.

Die entlang des Straßennetzts anfallenden Arbeiten, die nach dem Bundesnaturschutzgesetz zwischen
Anfang Oktober und Ende Februar in der freien Landschaft gemacht werden dürfen, sind
notwendig, um die Funktionen des Straßenbegleitgrüns dauerhaft aufrechtzuerhalten und die Sicherheit
der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.


Durch die Herstellung des Lichtraumprofils wird die Sicht auf Schilder und Verkehrszeichen wiederhergestellt
und in die Fahrbahn ragende Gehölze zurückgeschnitten. Auch zu hoch und lückig
gewordene Heckenzüge werden durch das „Auf-den-Stock-Setzen“, ein Abschneiden etwa zehn
Zentimeter über dem Boden, gepflegt. Was manchmal wie ein radikaler Kahlschlag wirken mag,
dient den Pflanzen als lebenserhaltende und verjüngende Pflegemaßnahme, von der sie sich rasch
wieder erholen. Durch das abschnittsweise Vorgehen haben Kleintiere und Insekten die Möglichkeit,
sich auf die neue Situation einzustellen und erhalten auf den unangetasteten Nebenflächen genug
Rückzugsfläche. Zudem werden im Vorfeld der Arbeiten erhaltenswerte Bäume innerhalb der
Heckenzüge gekennzeichnet, die im Bestand belassen werden. Neben dem Ziel, durch diese selektive
Förderung von Einzelbäumen ökologisch wertvolle und landschaftsbildprägende Altholzbestände
zu etablieren, spielt auch die Auswahl der verbleibenden Holzarten im Hinblick auf die Anpassung
an den Klimawandel eine große Rolle.


Außer der flächigen Pflege bilden Fällungen inzwischen stark geschädigter Einzelbäume einen
zweiten Bestandteil der Gehölzpflegearbeiten. Neben Pilzkrankheiten, die in den letzten Jahren
stark zugenommen haben und bei einigen Baumarten zum totalen Absterben befallener Bäume führen,
leiden die Straßenbegleitbäume zusätzlich stark unter der Trockenheit der vergangenen Sommer.
Das rechtzeitige Reagieren auf die zunehmende Anzahl geschädigter Bäume stellt den Straßenbetriebsdienst
vor große Herausforderungen. Gleichzeitig wird es wegen der ausbleibenden
Niederschläge im Sommer auch zunehmend schwierig, bei regelmäßig neu gepflanzten Bäumen
einen Anwuchserfolg zu erzielen.


Für die Gehölzpflegearbeiten, die teilweise nur mit einer Hubarbeitsbühne und Spezialgerät (Fällkran)
gemacht werden können, wird zur Absicherung des Arbeitsbereiches die Fahrbahn eingeengt
oder halbseitig gesperrt und der Verkehr je nach örtlicher Gegebenheit teilweise über eine Baustellenampel
geregelt. Für die dadurch entstehenden Verkehrsbehinderungen bittet das Landratsamt die
Verkehrsteilnehmer schon jetzt um Verständnis.