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Landrat Dietmar Allgaier fordert harten Lockdown ab Weihnachten

Einen harten Lockdown ab Weihnachten bis mindestens 10. Januar fordert Landrat Dietmar Allgaier angesichts der anhaltend hohen COVID-19-Zahlen im Landkreis Ludwigsburg.

„Wir mussten die Erfahrung machen, dass die Maßnahmen des Teil-Lockdowns leider nicht zu einer Verringerung der Fallzahlen geführt haben. Deshalb müssen wir jetzt zu schärferen Instrumenten greifen. Lieber ein harter Lockdown, der – wie bei der ersten Welle – wirkt, als ein langer Teil-Lockdown, der die Zahlen nicht senkt und die Motivation schwächt, die Regeln einzuhalten“, sagt der Chef der Kreisverwaltung. Er hofft darauf, dass Land und Bund entsprechende Beschlüsse fassen. Die heute von der Landesregierung beschlossene, ab Samstag geltende landesweite Ausgangssperre begrüßte Allgaier ausdrücklich.

Es könne nicht sein, so der Chef der Kreisverwaltung weiter, dass der größere Teil der Bevölkerung sich an die Regeln halte und die Pandemie bekämpfe, während der kleine Teil diese missachte und Schlupflöcher ausnutze, zum Beispiel durch Grüppchenbildung im Zusammenhang mit Glühwein-to-go-Verkauf oder Weihnachtsshopping ohne Abstand. „Dieses Verhalten ist grob unsolidarisch, rücksichtslos und gefährlich, weil es das Virus weiterverbreitet und so die Wahrscheinlichkeit schwerer Verläufe erhöht. Vor allem für die vulnerablen Gruppen, also ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, ist dies lebensgefährlich“, so Landrat Allgaier. Er belegt dies, indem er auf die Entwicklung der Zahl der Todesfälle mit und an COVID-19 im Landkreis Ludwigsburg verweist: Die Zahl der Todesfälle ist von 31. Oktober bis 10. Dezember von 90 auf 158 angestiegen.

„Wenn wir es nicht schaffen, eine Trendwende bei den Neuinfektionen hinzugekommen, ist  die Gefahr, dass unsere Kliniken überlastet werden, sehr real“, erläutert Allgaier. Im Moment seien die Stationen schon stark belegt: 59 von 61 Betten auf der Intensiv-/Überwachungsstation im Klinikum Ludwigsburg, davon 16 COVID-19-Patienten, und alle 13 Betten auf der Intensiv-/Überwachungsstation im Klinikum Bietigheim, davon vier COVID-19-Patienten.

„Je früher wir den harten Lockdown umsetzen, umso besser: Der Effekt eines harten Lockdowns wirkt sich erst rund 14 Tagen nach seinem Beginn auf Krankenhäuser und Intensivstationen aus“, bilanziert Landrat Allgaier.