zum Hauptmenü zum Seiteninhalt zur Subnavigation zum Footermenü zur Suchfunktion zu den Hinweisen der Barrierefreiheit


Künstliche Intelligenz auf dem Stundenplan

Die Carl-Schaefer-Schule und das Berufliche Schulzentrum Bietigheim-Bissingen setzen moderne Technologien der Digitalisierung und des maschinellen Lernens in der Ausbildung ein.

Das Bild zeigt einen modernen, hellen Raum mit mehreren Arbeitsstationen und Maschinen. In der Mitte befindet sich eine große Einheit mit digitalen Displays. An den Seiten stehen orangefarbene Arbeitsplätze, die für industrielle Anwendungen eingerichtet sind. Die Atmosphäre vermittelt Fortschritt und Technologie.

Im Oktober 2020 machte das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg bekannt, dass Applikationsmodule zu Künstlicher Intelligenz in Lernfabriken 4.0 an beruflichen Schulen gefördert werden. Ziel ist es, moderne Technologien der Digitalisierung und des maschinellen Lernens in die heutige Ausbildung zu übertragen, aktuelle Industrie-4.0-Lösungen und digital vernetzte Anlagen und Systeme zur Verfügung zu stellen. „Sowohl die Carl-Schaefer-Schule als auch das Berufliche Schulzentrum Bietigheim-Bissingen haben sich auf das Förderprogramm beworben und werden erfreulicherweise beide bei der Förderung berücksichtigt“, gibt Landrat Dietmar Allgaier bekannt. Die beiden beruflichen Schulen befinden sich in der Trägerschaft des Landkreises.

Für die Carl-Schaefer-Schule bedeutet die Zusage die erste Etappe der Smart Green Energy 4.0-Lernwerkstatt, welche in den kommenden Jahren ausgebaut werden soll. Für das Berufsschulzentrum Bietigheim-Bissingen folgt im Rahmen der Förderung der nächste Modernisierungsschritt der bestehenden Lernfabrik. Die Maßnahmen an den Schulen sollen in den Jahren 2021 und 2022 durchgeführt werden.

Vorhabensbeschreibung Carl-Schaefer-Schule

Mit der Smart Green Energy 4.0-Lernwerkstatt werden Technologien gezeigt und erlernt, die regenerativ, ressourcenschonend und damit nachhaltig sind: Mittels Photovoltaik wird die Sonne als Energiequelle für die Stromerzeugung genutzt. Eine Steuereinheit überwacht und optimiert den Stromverbrauch mittels Künstlicher Intelligenz – abhängig von der zur Verfügung stehenden regenerativen Energie. Die in der Schule bereits vorhandenen dezentralen Smart-Factory-4.0-Elemente (unter anderen 3-D-Drucker, CNC-Dreh- und Fräsmaschine) so-wie eine Stromtankstelle für die Elektro-Fahrzeuge der Kfz-Werkstatt sind als Verbraucher angeschlossen. Insgesamt werden rund 24.000 Euro aus Eigenmitteln des Schulträgers eingesetzt, rund 23.600 Euro Fremdmittel und ein Zuschuss des Landes in Höhe von rund 26.500 Euro erwartet. Die Gesamtkosten betragen 74.100 Euro.

Vorhabensbeschreibung Berufsschulzentrum Bietigheim-Bissingen

In der seit 2017 bestehenden Lernfabrik 4.0, die auf die Vernetzung betrieblicher Prozesse via Internet in der Industrie vorbereitet, soll in wesentlichen Bereichen ein Upgrade durchgeführt werden. In der Qualitätsprüfung soll eine Kamera mit KI-Fähigkeiten (Deep Learning) die Anlage flexibilisieren und verbessern. Ein digitaler Zwilling des Grundlagenlabors ermöglicht es, mehr Schülerinnen und Schüler zu unterrichten und Programmcodes ohne Risiko zu testen. Bei der vorausschauenden Wartung (Predictive Maintenance) sollen dem Bediener Prozessparameter und Störungsmeldungen über Augmented Reality zugänglich gemacht werden. Insgesamt werden rund 54.300 Euro Ausgaben aus Eigenmitteln eingesetzt und ein Zuschuss des Landes in Höhe von 37.500 Euro erwartet. Die Gesamtkosten des Projektes betragen 91.800 Euro.