Austausch über aktuelle Themen der Stadt
Zunächst stellten im Rathaus Bürgermeister Dirk Schaible und Erster Beigeordneter Stefan Kegreiß dem Landrat aktuelle Themen der Stadt vor. Dabei ging es um aktuelle Themen der Stadt, zum Beispiel der Neubau der Sporthalle im Zentrum, die Weiterentwicklung des Stadtzentrums, die Grundschulentwicklung und die Kläranlage, die zurzeit als erste im Landkreis eine vierte Reinigungsstufe erhält. Weitere Themen waren die Wärme- und Wasserversorgung der Stadt, der barrierefreie Umbau der Bushaltestellen im Stadtgebiet, der Bau eines Interims-Kindergarten, die Erschließung eines Wohnbaugebiets am südlichen Stadtrand, die Verschuldung im Kernhaushalt, das beantragte Lkw-Nachtfahrverbot und Geschwindigkeitskontrollen in der Benninger Straße.
Ortstermine an der Autobahn und im Zentrum
Danach folgten Ortstermine, zunächst die Brücke zur angedachten Autobahnüberdeckelung der A 81, die das Stadtgebiet durchschneidet, Lärm- und Abgasquelle ist. Hier gab es mit finanzieller Unterstützung des Landes eine Machbarkeitsstudie. Zur Überdeckelung soll laut Planung ein Hybridsystem dienen: In Bereichen mit Gebäuden und Erschließungsflächen ist ein steifes Tragsystem vorgesehen, in Bereichen öffentlicher und privater Grünflächen eine Grünbrücke in Leichtbauweise. Geschätzte Gesamtkosten des Projekts: 84 Millionen Euro. Als nächstes wurde der Neubau der Oscar-Paret-Schule (OPS) besichtigt. Hier gelang der Stadt mit 75 Millionen Euro Baukosten eine Punktlandung. Zuschüsse für das Projekt gab es aus der Schulbauförderung, aus dem Ausgleichsstock und von den Nachbarkommunen auf freiwilliger Basis.
Alte OPS wird für Flüchtlingsunterbringung umgebaut
Im Anschluss daran gingen Schaible, Kegreiß und Allgaier weiter zur alten, nur zur Hälfte abgerissenen OPS, die für die Flüchtlingsunterbringung umgebaut wird. Das Erdgeschoss soll zu einer Unterkunft für rund 100 Geflüchtete werden, die frühestens im Herbst einziehen können. Als Wohnräume werden den Geflüchteten alte Klassenzimmer zur Verfügung stehen. Für den Brandschutz müssen ein Konzept erarbeitet und eine Brandmeldeanlage installiert werden. Seit Beginn des Kriegs hat Freiberg rund 200 Geflüchtete aus der Ukraine aufgenommen.
Landrat lobt gutes Verhältnis und konstruktive Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis
Landrat Allgaier lobte „die leistungsfähige Freiberger Stadtverwaltung sowie das gute Verhältnis und die konstruktive Zusammenarbeit zwischen der Stadt Freiberg und dem Landkreis“. Für die kommenden Herausforderungen sagte Allgaier der Stadt weiterhin die Unterstützung der Kreisverwaltung zu und bedankte sich bei Schaible und Kegreiß für das informative Besuchsprogramm. Bürgermeister Schaible sagte: „Es freut mich sehr, dass wir mit Dietmar Allgaier einen Landrat haben, dem Bürgernähe und die Nähe zu den Kommunen wichtig ist. Das sehe ich auch als gutes Zeichen dafür, dass wir uns in den Städten und Gemeinden angesichts der aktuellen Herausforderungen wie die immer schwieriger werdende Unterbringung von Geflüchteten, auf eine gute Kooperation mit dem Landkreis verlassen können.“
