Die drei Expertinnen und Experten sowie der Betroffene sind am Mittwoch, 3. September, von 16 bis 19 Uhr unter folgenden Durchwahlnummern im Gesundheitsdezernat des Landratsamts zu erreichen:
PD Dr. med. Andreas Jurczok: 07141 144-2021
Philipp Meißner: 07141 144-43239
Dr. Uschi Traub: 07141 144-41304
Michael Endress: 07141 144-42889
Der erste Experte ist PD Dr. med. Andreas Jurczok, Direktor der Klinik für Urologie am Klinikum Ludwigsburg. Er steht für Fragen rund um das Prostatakarzinom, die Vorsorge und bewährte sowie auch neue Therapieoptionen zur Verfügung.
Philipp Meißner ist Oberarzt an der Klinik für Urologie am Klinikum Ludwigsburg. Er beantwortet ebenfalls Fragen rund um das Prostatakarzinom, die Vorsorge und bewährte sowie auch neue Therapieoptionen.
Dr. Uschi Traub leitet die Gesundheitsförderung und Gesundheitsplanung beim Gesundheitsdezernat des Landratsamts Ludwigsburg. Sie beantwortet Fragen wie: Welche Krebs-Vorsorgeuntersuchungen sind bei Erwachsenen empfohlen? In welchem Alter? Bei welchen Krebsarten? Was kann man noch tun, um sein Krebsrisiko zu reduzieren?
An der Telefonaktion nimmt außerdem der Betroffene Michael Endress von der Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bietigheim und Umgebung teil. Die Gruppe besteht seit 20 Jahren und trifft sich jeden zweiten Donnerstag eines Monats um 19 Uhr (Ausnahme: Juli, August und Dezember) im Enzpavillon in Bietigheim-Bissingen. Endress kann zu persönlichen Erfahrungen und den Themen PSA-Werte, MRT-Kosten, Biopsie, Da-Vinci-Operation, „Tumorkonferenz“ und Reha befragt werden.
„Schlüssellochchirurgie“ ein Schwerpunkt der Klinik für Urologie am Klinikum Ludwigsburg
In der Klinik für Urologie am Klinikum Ludwigsburg werden im Jahr knapp 2.500 Eingriffe gemacht. Etwa 4.600 Patienten werden ambulant und mehr als 2.500 stationär behandelt. Damit ist die Klinik eine der großen Urologien in Deutschland. Es werden komplexe Operationen, aber auch alle Arten von medikamentösen Therapien mit Chemotherapie und Immuntherapie durchgeführt. Ein besonderer Schwerpunkt der Klinik für Urologie liegt im Bereich der minimal-invasiven Operationen („Schlüssellochchirurgie“). Seit Mitte 2016 wird ein roboterassistiertes Chirurgiesystem bei Prostatakrebs, Nierentumoren, der Entfernung der Harnblase und rekonstruktiven Eingriffen eingesetzt. Ein weiterer Schwerpunkt der Klinik liegt in der Endoskopie, also den Operationen durch die Harnröhre. Hierfür verfügt die Klinik über moderne Thulium-Laser zur Enukleation der gutartig vergrößerten Prostata und zur Entfernung von Nieren- und Harnleitersteinen. Mit hochmodernen Ultraschallgeräten können zur Diagnostik des Prostatakarzinoms Biopsien gemacht werden. Oberärzte betreuen darüber hinaus Spezialsprechstunden für Harnblasenentleerungsstörungen, Nierensteine und Tumorerkrankungen, in die der Urologe den Patienten überweisen kann.