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Kontaktstüble, Café-Formate und offene Treffen: Angebote für psychisch kranke Menschen werden wiederaufgenommen

Die Arbeit des sozialpsychiatrischen Dienstes (SpDi) in den Kontaktstüble und Café-Formaten wird fortgesetzt. Das hat der Kreistag in seiner Sondersitzung zur Haushaltskonsolidierung Ende Juli beschlossen. Als freiwilliges Angebot waren diese Leistungen zunächst auf einer Prüfliste gelandet und freiwerdende Stellen wurden nicht nachbesetzt. Nun besteht aber Sicherheit: Das Angebot soll wieder aufgenommen werden.

Von der vorläufigen Aussetzung betroffen waren die Café-Formate in Vaihingen und Kornwestheim sowie das Kontaktstüble in Bietigheim und der Montagstreff in Ditzingen. Die Kontaktstüble in Marbach und Vaihingen wurden von Kooperationspartnern fortgeführt, ebenso das Angehörigen-Forum in Markgröningen als Selbsthilfegruppe. Konkret geht es bei diesen Angeboten um freiwillige Leistungen des Sozialpsychiatrischen Dienstes (SpDi) des Gesundheitsamts. Pflichtaufgabe des SpDi ist die Betreuung psychisch kranker Menschen. Dieser Pflichtaufgabe ist der SpDi zu jeder Zeit mit seinen Angeboten im Landratsamt wie auch aufsuchend nachgekommen. Die Form der Betreuung psychisch kranker Menschen ist nicht vorgeschrieben, weshalb es sich bei den eingestellten Angeboten um Freiwilligkeitsleistungen handelte. Diese wiederum landeten im Zuge der Haushaltskonsolidierung auf der Prüfliste.

Hintergrund: Haushaltskonsolidierungsprozess des Landkreises abgeschlossen

Der Landkreis hat im letzten Halbjahr einen Haushaltskonsolidierungsprozess durchgeführt, um das strukturelle Defizit im Haushalt zu reduzieren und finanziell handlungsfähig zu bleiben. Der Kreistag hat am 25. Juli 2025 insgesamt 471 Handlungsempfehlungen beschlossen, die die Verwaltung im Vorfeld erarbeitet und die Haushaltskommission in insgesamt neun Sitzungen seit September 2024 beraten hatte. In Summe werden 43 Millionen Euro sowie durch eine einmalige Umwidmung von für die Kliniken reservierten Mitteln 22 Millionen Euro konsolidiert.