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„Kamera läuft“ beim Neujahrsempfang – Rund 450 Gäste tauchen im Reithaus in die Atmosphäre des Films ein – Interviewgast des Abends ist Produzent Nico Hofmann

Willkommen in der Welt des Films – so hieß es beim diesjährigen Neujahrsempfang des Landkreises Ludwigsburg. Zu diesem waren rund 500 Gäste ins Ludwigsburger Reithaus gekommen. Landrat Dietmar Allgaier begrüßte mit Nico Hofmann einen der renommiertesten Produzenten und Regisseur Deutschlands, den Mitbegründer der Filmakademie Baden-Württemberg und langjährigen Geschäftsführer der UFA auf der Bühne. Zuvor hatte der Landrat in seiner Neujahrsrede auf die chronische Unterfinanzierung der Kommunen aufmerksam gemacht und seiner Hoffnung Ausdruck verliehen, dass die Waffenruhe in Israel in einen dauerhaften Frieden übergeht, damit auch die Menschen in der Partnerregion des Landkreises Ludwigsburg, dem Oberen Galiläa, in ihr Zuhause zurückkehren können.

Drei Personen stehen lächelnd vor einem Hintergrund mit der Aufschrift „Herzlich Willkommen Neujahrsempfang 2025“. Die Gruppe posiert freundlich für ein Foto, der Fokus liegt auf der freundlichen Begrüßung des Neujahrsempfangs.

V.l.n.r.: Produzent Nico Hofmann, Moderatorin Janine Steeger, Landrat Dietmar Allgaier.

Filmakademie ist Karriereschmiede für Nachwuchs

Im Interview mit Moderatorin Janine Steeger hatte Nico Hofmann über die Chancen für den Nachwuchs in der Film- und Medienbranche gesprochen und die Bedeutung der Filmakademie für den Medienstandort Baden-Württemberg hervorgehoben. Auch Landrat Allgaier lobte die Filmakademie als Karriereschmiede, die ihre Studentinnen und Studenten bestmöglich auf eine erfolgreiche Laufbahn in der Film- und Medienbranche vorbereite. „Die Filmakademie ist für mich ein sehr positives Beispiel dafür, was an Kreativität entstehen kann, wenn sich junge Menschen aktiv mit den Medien auseinandersetzen“, so der Landrat weiter.

Hoffnung auf Frieden in Israel

Neben dem zentralen Thema Film ging der Landrat in seiner Rede aber auch auf den Ukraine-Krieg ein, der sich genau einen Monat nach dem Neujahrsempfang zum dritten Mal jähren wird. Mit mehr Zuversicht blickte er aufgrund der Waffenruhe nach Israel. Erst wenige Tage vor dem Neujahrsempfang war eine Delegation aus dem Oberen Galiläa zu Gast im Landkreis Ludwigsburg. Die Mitglieder hatten von der Situation vor Ort berichtet. „Gemeinsam teilen wir die Hoffnung, dass auf die Waffenruhe ein dauerhafter Frieden folgt“, sagte Allgaier.

Haushaltskonsolidierung und Zukunftsstrategie sollen Landkreis fit für die Zukunft machen

Mit Blick auf die Situation in Deutschland monierte der Landrat, dass Bund und Land den Kreisen und Kommunen zwar Aufgaben übertragen würden, diese aber nicht ausreichend finanzierten. „Die finanzielle Situation der Kommunen hat sich gerade in den letzten beiden Jahren dramatisch verschlechtert“, so Allgaier. Ausschlaggebend dafür seien die Defizite im Krankenhausbereich und die Kostensteigerungen im Sozialbereich sowie im Personalbereich infolge des hohen Tarifabschlusses. Die Rücklagenmittel seien im Wesentlichen aufgebraucht. Der Landkreis steuere mit einem strategischen Konsolidierungsprozess gegen, der auch die Kliniken umfasse. Mit der Zukunftsstrategie stelle sich der Landkreis zudem gemeinsam mit Unternehmen und Kommunen dem tiefgreifenden Veränderungsprozess in der Wirtschaft.

Filmmusik und -atmosphäre umrahmen Neujahrsempfang mit zahlreichen Gästen

Der Einladung des Landrats waren zahlreiche Gäste gefolgt, darunter Bundes- und Landtagsabgeordnete, Generalkonsuln und Vertreter aus Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung und Institutionen sowie aus Kunst, Kultur und Sport. Das Holzbläser-Ensemble der Musikschule Besigheim unter der Leitung von Jörg Weiß umrahmte den Neujahrsempfang musikalisch, während die Filmakademie Baden-Württemberg mit Ausschnitten aus ihren Produktionen auf Monitoren für die Filmatmosphäre vor Ort sorgte.