„Kultur für alle“ lautet das diesjährige Motto der Inklusionskonferenz des Landkreises Ludwigsburg. Die Veranstaltung im Scala Ludwigsburg am Dienstag, 7. November, von 17 bis 19.30 Uhr, ist offen für alle Interessierten. Auf das Publikum wartet ein spannendes Kulturprogramm. Teil davon ist der Comedian Martin Fromme, der im Vorfeld über Inklusion spricht – und über die Frage, ob man Witze über Behinderung machen darf.
Herr Fromme, Sie nehmen mit Ihrem Programm „ein glückliches Händchen“ ihr eigenes Handicap aufs Korn. Darf man so etwas?
Darf man sowas? Das fragen immer nur Menschen ohne Behinderung. Die Frage stellt sich für Menschen mit einer Behinderung gar nicht. Die ist selbstverständlich. Und ich behandele das Thema mit einer großen Prise Selbstironie und ohne den berühmten Zeigefinger, der sich ins Gehirn bohrt. Hier darf gelacht werden, ohne Scham, es ist ein „Miteinander übereinander lachen“.
Denken Sie, dass unsere Gesellschaft zu verkrampft im Umgang mit dem Thema Behinderung ist? Braucht es da mehr Humor?
Humor bricht Tabus und überwindet Barrieren. Wenn ich die Bühne verlasse, dann kann man sicher sein, dass die Anwesenden nach dem Auftritt „lockerer durch die Hose atmen“ beim Thema Behinderung. Hand drauf...
In kurzen, knappen Worten: Was bedeutet für Sie Inklusion?
Teilhabe. Ohne Ausnahme. Also auch in puncto Humor.
Info: Die Inklusionskonferenz am 7. November im Scala Ludwigsburg ist kostenlos und öffentlich. Wer teilnehmen möchte, kann sich gerne per E-Mail anmelden unter elke.dobusch[at]landkreis-ludwigsburg.de.