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Finale des Gewinnspiels der diesjährigen Kampagne für die Impfung gegen Humane Papillomviren: „Superdog“ Pablo übergibt die Gutscheine

Drei Phasen mussten die Schülerinnen und Schüler durchlaufen: Für das Gewinnspiel der diesjährigen Kampagne des Landratsamt-Gesundheitsdezernats für die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) stand zuerst eine HPV-Impfung mit Unterstützung ihrer Eltern und Ärzte auf der Agenda, dann die Finalisten-Auslosung und zum Schluss der Nachweis von Können und Wissen rund um das Thema HPV: Henri Heller vom Robert-Bosch-Gymnasium, Gerlingen, landete auf dem dritten Platz, Anna Dautel vom Alfred-Amann-Gymnasium in Bönnigheim auf dem zweiten Platz und Emilia Sophia Morello vom Christoph-Schrempf-Gymnasium in Besigheim auf dem ersten Platz.

Eine Gruppe von sieben Personen steht um einen Brunnen im Freien. Die Erwachsenen stehen hinter den Kindern, die Urkunden mit dem Schriftzug "Danke" in der Hand halten. Eine Person hält einen kleinen Hund, während die anderen lächeln und in einer freundlichen Atmosphäre posieren.

Obere Reihe von links: Tobias Volgmann, Mitarbeiter des Gesundheitsamts Schwarzwald-Baar-Kreis; Alessa Polziehn, Mitarbeiterin der Gesundheitsförderung des Gesundheitsdezernats Ludwigsburg; Dr. Uschi Traub, Leiterin der Gesundheitsförderung des Gesundheitsdezernats Ludwigsburg (mit „Superdog“ Pablo); Ute Nethe, Mitarbeiterin der Gesundheitsförderung des Gesundheitsdezernats Ludwigsburg.

Die Breuninger-Gutscheine wurden vom „Superdog“ der Kampagne, Mops Pablo, übergeben – zusammen mit Dr. Uschi Traub, Leiterin der Gesundheitsförderung des Landratsamts. Die Finalisten nahmen an einem Kegelspiel, einem Flitzpuck-Spiel sowie einem Crossboule-Spiel teil. Die jeweiligen Gewinner beantworteten Fragen zum Thema HPV wie „Ab welchem Alter empfiehlt die STIKO (Ständige Impfkommission) die HPV-Impfungen?“ (richtige Antwort: ab neun Jahren) oder „Wie viele Impfungen braucht man bei HPV?“ (richtige Antwort: zwei bis drei, je nach Alter). 

Bei der Kampagne unter dem Motto „HPV – Lass das Virus nicht gewinnen!“ in Praxen und an allen weiterführenden Schulen im 1. Quartal 2023 informierten das Gesundheitsdezernat und die Ärzteschaft Ludwigsburg mit Unterstützung der Schulleitungen alle Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen sowie deren Eltern. Die Kampagne fand zum sechsten Mal statt.

Die Gewinnerinnen und Gewinner waren sich einig, dass sie sich impfen lassen, damit sie „weniger Krebs bekommen“, und ihre Eltern wollen die Kinder vor Krebs schützen und „vertrauen dabei den Experten der Ständigen Impfkommission“. Viel Wert legen die Eltern und Jugendlichen auch auf die Beratung durch ihre Kinder- und Frauenärzte, die häufig ausschlaggebend für die Impfentscheidung ist.

Uschi Traub betont: „Männer und Frauen sind betroffen – unschöne, lästige Genitalwarzen sowie mindestens sechs Krebsarten sind auf HPV zurückzuführen: Gebärmutterhals-, Vulva-, Vaginal-, Mund- und Rachen-, Anal- und Peniskrebs.“ Eine Mitarbeiterin der Gesundheitsförderung, Ute Nethe, erinnert sich, dass ihre Tochter an der allerersten Kampagne teilnahm: „Ich bin froh, dass diese Impfung verfügbar gemacht wurde und meine Tochter nun diesen Schutz hat“, sagt Nethe. 

Ein Mitarbeiter des Gesundheitsamts Villingen-Schwenningen besuchte die Veranstaltung, um eine eventuelle Übernahme des Projekts im eigenen Landkreis zu prüfen.

Info:

HPV ist die häufigste sexuell übertragbare Infektion. 80% aller Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit HPV. In Deutschland erkranken jährlich 6250 Frauen und 1600 Männer an HPV-bedingten Krebsarten (Gebärmutterhals, Vulva, Vagina, Penis, After, Mund-Rachen). Die HPV-Impfung schützt vor 90% aller Gebärmutterhalskrebse, 90% der Analkarzinome, 60% der Peniskarzinome, 60% der Karzinome des Mund-Rachenraums und 90% der Feigwarzen. 2021 war die HPV-Impfquote für die vollständige Impfserie 54% bei 15-jährigen Mädchen und 27% bei 15-jährigen Jungen. WHO und die EU-Kommission haben sich zum Ziel gesetzt bis 2030 ≥ 90% der 15-jährigen Mädchen vollständig zu impfen und eine deutliche Steigerung bei der HPV-Impfquote der 15-jährigen Jungen zu erreichen. Einige Länder, beispielsweise Portugal, haben diese Impfrate bereits erreicht. Deutschland ist nur auf Platz 37 von 46 Ländern mit hohem Einkommen.