„Wir wollen bewusst nicht warten, bis das Kind buchstäblich in den Brunnen gefallen ist – wenn eine junge Familie Hilfe benötigt, soll sie diese so niederschwellig wie möglich bekommen“, fasste Sozialdezernent Pfrommer die Idee der Frühen Hilfen zusammen. Bei der Fachtagung im Haus der Kirche und Diakonie anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Fachstelle Frühe Hilfen betonte Pfrommer, dass die Zusammenarbeit der Fachstelle und der Kreisverwaltung von Anfang an eng und professionell war. So habe sich beispielsweise der Einsatz von Familienhebammen bewährt, die frühzeitig jungen Familien mit Unterstützungsbedarf zur Seite stehen. Deshalb sei es auch für die Fachstelle bedauerlich, dass sich die Arbeitsbedingungen von Hebammen aktuell verschlechtern.
Neben den Familienhebammen als Türöffner gebe es mittlerweile auch eine Sprechstunde der Fachstelle in einer Kinderarztpraxis. Beide Angebote werden sehr gut angenommen und sind „gelungene Türöffner an der Schnittstelle zur Medizin für Hilfsangebote“, so Pfrommer weiter. Zukünftig solle auch eine Sprechstunde in der Frühförderstelle in Vaihingen angeboten werden. „Die Fachstelle Frühe Hilfen ist ein gelungenes Beispiel von multiprofessioneller Zusammenarbeit und ist aus der Jugendhilfelandschaft nicht mehr weg zu denken“, betonte Sozialdezernent Pfrommer.