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Ein junges und lehrreiches Europaparlament

Beim Planspiel "Junges Europäisches Parlament" sind 55 Jugendliche kürzlich in die Rolle von Europaparlamentariern geschlüpft. Ziel der Veranstaltung ist es, bei jungen Menschen mehr Verständnis für die Prozesse innerhalb der EU zu wecken.

Eine Gruppe von Menschen sitzt in einem Sitzungssaal und hebt gelbe Karten in die Höhe. Im Hintergrund sind mehrere Redner zu sehen, die an einem Podium sitzen. Die Atmosphäre ist aktiv und diskutierend, möglicherweise handelt es sich um eine Abstimmung oder Präsentation.

Zum zweiten Mal fand das Planspiel „Junges Europäisches Parlament“  (JEP!) am 12.02 im großen Sitzungssaal des Ludwigsburger Kreishauses statt. Organisiert wurde das Planspiel vom Kreisverband Ludwigsburg sowie vom Landesverband der Jungen Europäer Baden-Württemberg (JEF), mit Unterstützung der Kreisverwaltung Ludwigsburg. Rund 55 Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis Ludwigsburg haben sich am Planspiel beteiligt und damit gezeigt, dass das JEP erneut auf großes Interesse stößt. Sie konnten einen Tag lang in die Rolle von Europaabgeordneten schlüpfen und in verschiedenen Fraktionen und Sitzungen erleben, was es heißt, unterschiedliche politische Positionen zu vertreten, Kompromisse zu finden und über kontroverse Themen auf europäischer Ebene abzustimmen. Hauptamtsleiter Huber Burkart begrüßte als überzeugter Europäer und Europabeauftragter des Landkreises am Morgen die Teilnehmer und sagte: „Für Europa kämpfen lohnt sich! Es ist wichtig, dass Ihr euch als Jugend engagiert.“

Das Planspiel wird seit 2013 einmal jährlich im Landtag veranstaltet und wurde durch die Jungen Europäer nun auch auf die Kreisebenen gebracht. Alexander Holder, bereits zum zweiten Mal Projektleiter des JEP!, zu den Zielen: „Mit Blick auf die Europawahl möchten wir durch unsere Projekte vor allem jungen Menschen die Bedeutung eines gemeinsamen Europas näherbringen. Durch Planspiele wie das Junge Europäische Parlament möchten wir die Europäische Union für junge Menschen greifbarer und verständlicher machen.“ Hauptamtsleiter Hubert Burkart betonte, dass das Landratsamt das Planspiel gerne erneut unterstützt, weil es besonders wichtig sei, dass sich junge Menschen mit Europa befassen. Er wünschte den Schülerinnen und Schülern spannende und faire Debatten, und aufschlussreiche Eindrücke darüber, wie eine parlamentarische Demokratie funktioniert.

Das Thema des Planspiels war die Asyl- und Migrationspolitik der Europäischen Union, ein hochaktuelles Thema, mit dem alle Jugendlichen bereits etwas verbinden konnten. Im Lauf des Tages haben die Jugendlichen in ihren Fraktionen einen Vorschlag der Kommission zur Thematik bearbeitet und zahlreiche Änderungen diskutiert. Es wurde deutlich, dass die Meinungsfindung zwischen 28 EU-Mitgliedsstaaten viel Zeit beansprucht und sehr komplex sein kann. Während der lebhaften Plenardebatte konnten die Teilnehmer erfahren, dass viel Kompromissfähigkeit und Verhandlungsgeschick nötig sind, um letztlich ein gemeinsames Gesetz zu verabschieden.