zum Hauptmenü zum Seiteninhalt zur Subnavigation zum Footermenü zur Suchfunktion zu den Hinweisen der Barrierefreiheit


Ein Blick hinter die Gitterstäbe: Landrat Dietmar Allgaier besucht Strafvollzugsmuseum

Landrat Dietmar Allgaier stattete dem Strafvollzugsmuseum in Ludwigsburg gemeinsam mit Polizeipräsident Thomas Wild einen Besuch ab und informierte sich über die Zukunftspläne des Museums.

Eine Gruppe von fünf Personen steht in einem Museum. Im Vordergrund ist eine alte Holzmaschine zu sehen. Die Personen lächeln, sie tragen unterschiedliche Kleidung, darunter eine Uniform und eine schwarze Jacke. Der Hintergrund zeigt Wandtafeln mit historischen Bildern.

Bei seinem Besuch des Strafvollzugsmuseums informierte sich Landrat Dietmar Allgaier bei Museumsleiterin Susanne Opfermann über die Zukunft des Museums. Zu sehen von links nach rechts: Polizeipräsident Wild, Herr Büttner, 2. Vorsitzender des Fördervereins, Frau Opfermann, Architekt Herr Zeltwanger und Landrat Dietmar Allgaier.

Ein Landrat hinter Gittern – das gibt es nicht alle Tage zu sehen. Landrat Dietmar Allgaier begab sich am Dienstag, 16. Januar, freiwillig ins Gefängnis - jedoch nicht etwa für eine Haftstrafe, sondern um sich gemeinsam mit Polizeipräsident Thomas Wild über das Strafvollzugsmuseum in Ludwigsburg zu informieren. Das Museum empfängt seine Besucher in einem ehemaligen Festungsbau des ehemaligen barocken Zucht- und Arbeitshauses für Württemberg, das bis 1990 als Vollzugsanstalt genutzt wurde. Seit seiner Gründung 1986 widmet sich das Museum den Aspekten des Strafvollzugs vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. „Die Ausstellung im Strafvollzugsmuseum ist hoch interessant – und eine gute Mahnung an alle, auf dem rechten Weg zu bleiben“, sagt Allgaier bei seinem Besuch.

Knast-Museum als Ort des Lernens

Neben Geschichte und Wissen rund um den Strafvollzug bietet das Museum auch einen außerschulischen Lernort für Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis. Künftig sollen zudem Angebote in der präventiven Jugendarbeit hinzukommen. „Das Strafvollzugsmuseum sieht sich als Ort des Dialoges und der aktiven Demokratievermittlung“, erklärt Museumsleiterin Susanne Opfermann.

Seit Sommer 2023 entsteht in ehrenamtlicher Arbeit ein multifunktionaler Medien- und Präsentationsraum, in dem zukünftig Vermittlungsangebote für Schulen, Jugendarbeit, aber auch Fachpublikum und Laien themenspezifisch, z.B. zur RAF, der Todesstrafe während der NS-Zeit oder das öffentliche Strafen, durchgeführt werden können. Schulklassen nutzen schon jetzt den Raum, um ganze Lerneinheiten in den Fächern Deutsch, Geschichte, Gemeinschaftskunde und Ethik/Religion im Museum durchzunehmen. „Das Angebot wird bereits jetzt sehr gut angenommen. Einige Schulklassen aus dem Kreis nutzen die Räumlichkeiten des Strafvollzugsmuseums, um ihre Projekttage zu Recht und Gesetz dort durchzuführen“, sagt Opfermann weiter.

Museumsbesuch im digitalen Zeitalter: Museumsführer für das Smartphone in Planung

Um auch in Zukunft viele Besucher anzulocken, soll die Ausstellung digitaler und moderner werden. So ist etwa ein audio-visueller Museumsführer, Web-basiert über das Smartphone, geplant. Mit der Einbindung von digitalen Vermittlungsformaten können komplizierte Themen, wie der Vollstreckungsplan oder die Kriminalitätsstatistik, tagesaktuell und spielerisch für den Besucher erfahrbar werden, wie Opfermann im Rundgang dem Landrat und dem Polizeipräsidenten erklärt.

Das Strafvollzugsmuseum ist eine spendenfinanzierte Einrichtung, Träger ist der Förderverein Strafvollzugsmuseum Ludwigsburg e.V. Landrat Allgaier lobte den Einsatz der rund 85 ehrenamtlich tätigen Mitglieder. „Es ist Ihnen gelungen, Geschichte und Moderne gekonnt miteinander zu verbinden. Das Museum bietet ein wichtiges Angebot im Themenbereich Demokratievermittlung und Rechtsstaatlichkeit für Schulen, Jugend und Bürger im Kreis Ludwigsburg.“