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Die Brennholzsaison steht vor der Tür

Anfang Dezember starten die ersten kommunalen Brennholzverkäufe im Landkreis Ludwigsburg. Die über 40 Versteigerungen können nach aktueller Einschätzung wieder im Präsenz stattfinden.

Ein Haufen gefällter Baumstämme liegt im Wald, teilweise mit roten Zahlen gekennzeichnet. Die Umgebung ist von herbstlichem Laub und Bäumen geprägt. Im Hintergrund scheint die Sonne durch die Bäume.

Am 5. Dezember findet in Erligheim die erste Brennholzversteigerung der Saison statt (Foto: Landratsamt Ludwigsburg).

Am 5. Dezember 2023 ist es wieder so weit: In Erligheim findet die erste Brennholzversteigerung der Saison statt. Bis in den März hinein werden, verteilt über den ganzen Landkreis, Versteigerungstermine angeboten. Da es aktuell keine Einschränkungen durch Corona gibt, sind die Veranstaltungen wieder in Präsenz geplant und finden entweder in einer großen Halle, einem Gasthof oder direkt im Wald statt.

 

Brennholzpreise stark von Bieterverhalten abhängig


Raphael Müller, Holzverkäufer im Fachbereich Wald des Landratsamts Ludwigsburg, sieht hoffnungsfroh in die neue Saison: „Die Energiekrise ist dieses Jahr nicht so spürbar wie letzten Winter. Ich gehe davon aus, dass die Brennholzversteigerungen daher weniger emotional von statten gehen“. Eine Einschätzung zu den Brennholzpreisen gibt Müller allerdings nicht ab. Eine Tendenz wird sich erst nach einigen Versteigerungen abzeichnen. Schließlich sind die Preise stark vom Bieterverhalten abhängig.

 

Wie gewohnt gibt es bei den Brennholzversteigerungen einiges zu beachten. Bei der Benutzung einer Kettensäge muss ein Motorsägenlehrgang nachgewiesen werden und es ist eine geeignete persönliche Schutzausrüstung zu tragen. „Wer dies beachtet, kann frohen Mutes mit der Aufarbeitung des ersteigerten Holzes beginnen. Obwohl das, wie der Schwabe sagt, ein „Mordsaufwand“ ist, lohnt sich die Arbeit, auch im Sinne des Klimaschutzes“, so Müller. Denn das Brennholz ist aufgrund seiner Dicke oder Astigkeit kaum für andere Zwecke geeignet. Wird das Holz verbrannt, wird der gespeicherte Kohlenstoff zwar freigesetzt, allerdings nur so viel, wie der Baum beim Wachstum gespeichert hat. So kann die Freisetzung von Kohlenstoff aus fossilen Energieträgern verhindert werden. Diese Energieträger setzen im Gegensatz zu Holz Kohlenstoff frei, der seit Jahrmillionen gespeichert ist und dem Kreislauf dadurch zusätzlich zugeführt wird.

 

Wichtig für gute Verbrennung: Gespaltenes Brennholz sollte zwei bis drei Jahre trocknen

 

Um eine gute Verbrennung des Holzes zu gewährleisten ist es jedoch von großer Bedeutung, ausschließlich trockenes Holz zu verfeuern. Das gespaltene Brennholz ist in der Regel mindestens zwei bis drei Jahre an einem trockenen und gut durchlüfteten Ort zu trocknen.

 

Die Brennholztermine finden sich wie jedes Jahr auf der Internetseite des Fachbereichs Wald (landkreis-ludwigsburg.de/brennholz). Die Termine werden im Laufe des Winters immer wieder aktualisiert und ergänzt. Details zu den Veranstaltungen werden auf der Homepage der waldbesitzenden Kommunen veröffentlicht.

 

Bei den Brennholzverkäufen der Kommunen wird regionales Brennholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft verkauft. Die Menge wird in Festmetern oder Raummetern angegeben. Ein Festmeter stellt dabei einen Kubikmeter reines Holz dar. Ein Raummeter bezeichnet die Menge an Holz, die nötig ist, um gespalten und aufgeschichtet ein Volumen von 1x1x1 Meter zu erhalten.

Bereits gespaltenes Holz kann bei den Kommunen im Landkreis nicht erworben werden. Dieses ofenfertige Holz wird von Anbietern häufig in der Maßeinheit Schüttraummetern angeboten. Dabei handelt es sich um die Menge an gespaltenem Holz, die sich „geschüttet“ in eine Gitterbox mit einem Rauminhalt von einem Kubikmeter einfüllen lässt. Ein Festmeter Brennholz ergibt in etwa 1,4 Raummeter, beziehungsweise zwei Schüttraummeter.