zum Hauptmenü zum Seiteninhalt zur Subnavigation zum Footermenü zur Suchfunktion zu den Hinweisen der Barrierefreiheit


„Danke, Jörg Frauhammer“: Bürgermeister scheidet zum 30. Juni 2026 aus

Mit Ablauf des 30. Juni 2026 endet die Amtszeit von Bürgermeister Jörg Frauhammer. Nach acht Jahren an der Spitze der Gemeinde Gemmrigheim und insgesamt mehr als drei Jahrzehnten kommunalpolitischen Engagements verabschiedet sich Frauhammer aus dem Amt. In einem persönlichen Schreiben würdigt Landrat Dietmar Allgaier die Verdienste des scheidenden Bürgermeisters und dankt ihm für seinen langjährigen Einsatz für die Gemeinde und ihre Bürgerinnen und Bürger.

„Als Du 2018 zum Bürgermeister Deiner Heimatgemeinde gewählt wurdest, bist Du nicht mit dem Anspruch angetreten, eine große Show zu veranstalten. Dein Wahlslogan lautete ,einer von uns‘. Und genau das bist Du in all den Jahren geblieben“, schreibt Landrat Allgaier.

Die Bürgerinnen und Bürger hätten Frauhammer bereits im ersten Wahlgang mit mehr als 58 Prozent der Stimmen ihr Vertrauen ausgesprochen. Der Landrat erinnert daran, dass Frauhammer als promovierter Verfahrenstechniker und Entwicklungsingenieur keinen klassischen Verwaltungshintergrund mitbrachte. 

Verantwortung in herausfordernden Zeiten

Besonders prägend für Frauhammers Amtszeit waren die Jahre der Corona-Pandemie. Kaum im Amt, sah sich die Gemeindeverwaltung mit bislang unbekannten Herausforderungen konfrontiert. „Du hast diese Herausforderung mit Ruhe, Sachlichkeit und Verantwortungsbewusstsein angenommen“, würdigt der Landrat den Einsatz des Bürgermeisters während dieser Ausnahmesituation.

Wichtige Projekte für die Zukunft der Gemeinde

Während Frauhammers Amtszeit wurden zahlreiche Projekte angestoßen und umgesetzt. Dazu zählen unter anderem die Kindertagesstätte am Holzplatz, die Entwicklung des Wohn- und Mischgebiets auf dem Gelände der ehemaligen Papierfabrik, die Einführung der Gemmrigheimer Vereinsmesse sowie neue Angebote für Seniorinnen und Senioren. Auch Themen wie Klimaschutz, kommunale Wärmeplanung, die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik und die Biotopverbundplanung wurden vorangetrieben.

„Familienfreundlichkeit, Kinderbetreuung und die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde waren für Dich keine Schlagworte, sondern konkrete Handlungsaufträge“, betont der Chef der Kreisverwaltung.

Einsatz für Gemeinschaft und Ehrenamt

Ein besonderes Anliegen war Frauhammer stets die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Das Vereinsleben, das Ehrenamt sowie kulturelle Aktivitäten lagen ihm ebenso am Herzen wie die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an kommunalen Entscheidungen. Als Klarinettist, Moderator und Vereinsmensch habe er gezeigt, dass kommunales Engagement weit über Verwaltung und Politik hinausgehe.


Kommunalpolitik braucht Respekt

In seinem Schreiben nutzt der Landrat den Abschied auch für einen grundsätzlichen Appell. Demokratie lebe von unterschiedlichen Meinungen und kontroversen Debatten. Ebenso wichtig seien jedoch Fairness, Respekt und Anstand im Umgang miteinander. Gerade auf kommunaler Ebene sei die Bereitschaft, Verantwortung für das Gemeinwohl zu übernehmen, keine Selbstverständlichkeit.

Dank für mehr als 30 Jahre Engagement

Vor seiner Wahl zum Bürgermeister gehörte Jörg Frauhammer bereits 28 Jahre dem Gemeinderat an, davon 13 Jahre als stellvertretender Bürgermeister. „Wer so lange Verantwortung übernimmt, tut das nicht für Schlagzeilen oder Karrierepläne, sondern aus Überzeugung“, schreibt Landrat Allgaier.

Zum Abschied dankt er dem scheidenden Bürgermeister ausdrücklich für dessen Einsatz: „Du hast Deiner Heimatgemeinde gedient. Das verdient Dank und Anerkennung.“ Für die Zukunft wünscht ihm Dietmar Allgaier vor allem Gesundheit, Zeit für Familie und Musik sowie die Möglichkeit, auf die vergangenen Jahre mit Stolz zurückzublicken.