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Bürgerfreundlichkeit steht für Landkreis und AVL an erster Stelle

Jüngst geäußerten Vorwürfen, die AVL und auch der Landkreis hätten beim Kompromiss mit den dualen Systemen einen schlechten Deal gemacht, tritt Landrat Dietmar Allgaier entschieden entgegen.

 „Man wirft uns genau das vor, was eigentlich unser Kerngeschäft ist: Nämlich für die Bürgerinnen und Bürger da zu sein", so Allgaier. Der Landkreis Ludwigsburg und die kreiseigene Abfallverwertungsgesellschaft (AVL) nehmen zum kürzlich ausgehandelte Kompromiss beim Tausch Glasbox gegen Tonne  Stellung: Es wäre ohne Frage möglich gewesen, die Vereinbarung mit den dualen Systemen für einen bedingungslosen Tausch der Glasbox gegen eine Tonne auch vor Gericht durchzusetzen. Dies hätte aber das Ziel, einen schnellen und unbürokratischen Tausch zu ermöglichen, in weite Ferne gerückt, stellt der Landrat noch einmal klar. Eine juristische Auseinandersetzung hätte mindestens zwei Jahre angedauert. Klar sei auch, und das impliziere bereits das Wort „Kompromiss“, dass sich nicht alle Forderungen der AVL 1:1 in der Vereinbarung wiederfinden, so AVL-Geschäftsführer Tilman Hepperle. Die AVL hat aber beispielsweise in den Verhandlungen zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger erreicht, dass alle Anträge auf Tonnentausch, die im April eingehen, bis spätestens zu den Sommerferien abgearbeitet und umgesetzt werden.

Den jetzigen Kompromiss könne man zwar kritisieren, weil auch die AVL den Tausch anteilig finanziere. „Es werden aber keine Gebühren für den Tonnentausch aufgewandt“, verdeutlicht der AVL-Geschäftsführer. Die zusätzlich anfallenden Kosten für den Behältertausch finanziert die AVL rein privatwirtschaftlich. Ebenso werden die Ressourcen für die AVL-Servicenummer zum Tonnentausch, die für Personen ohne Internetzugang unter der Telefonnummer 07141 144 2895 zu erreichen ist, nicht zu Lasten der Gebührenzahler finanziert. „Die dualen Systeme und die Entsorger wollten keine eigene Servicenummer für die Bürgerinnen und Bürger einrichten. Wir tun es, weil wir es für richtig halten. Als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger bieten wir – im Gegensatz zu den privatwirtschaftlich organisierten Systemen – unseren Bürgerinnen und Bürgern diesen Service an, denn wir kennen die Bedürfnisse aufgrund jahrelanger Erfahrung am besten.“

Im Detail müsse man zudem auf Unschärfen in der Berichterstattung der letzten Zeit hinweisen. Die Zahl von 7.000 Glas-Tonnen, welche die dualen Systeme noch zur Verfügung hätten stellen sollen, beruhe auf einer Schätzgröße aus der Systemfestlegung Glas. Diese Zahl sei nicht vertraglich fest vereinbart, sondern könne sowohl höher als auch niedriger sein. Sie entspreche auch nicht den aktuellen Gegebenheiten, weil die Entsorger in den vergangenen drei Monaten zahlreiche Tauschvorgänge bei Härtefällen bereits ausgeführt hätten.

Im Übrigen könne man an den zahlreich aufgetretenen Problemen der Abfallentsorgung im ersten Quartal erkennen, warum die komplexen Zuständigkeiten in der Abfallwirtschaft organisatorisch problematisch seien, so Landrat Allgaier. Auch deshalb habe sich die AVL als Mitglied der Gemeinschaftsinitiative zur Abschaffung der dualen Systeme (Gemini) bereits während der mehrjährigen Diskussion über die Konzeption eines Wertstoffgesetzes vehement gegen eine Weiterführung der Organisationsverantwortung für die Einsammlung von Verkaufsverpackungen durch die Systembetreiber des dualen Systems gestellt – und werde dies im übrigen auch weiterhin tun.