Zahl der Kinder im Landkreis steigt – Versorgungsquote auch
Demnach hat sich trotz eines Anstiegs der Kinderzahl im Landkreis um rund 1.850 auf rund 77.900 0- bis 14-Jährige die Versorgungsquote in allen Altersstufen durch den Ausbau von Betreuungsplätzen leicht erhöht: Bei den 0- bis 3-Jährigen um rund 1 Prozent, bei den 3- bis 6,5-Jährigen um rund 2 Prozent und bei den 6,5- bis 14-Jährigen um rund 0,7 Prozent.
Deckung des Personalbedarfs ist die größte Herausforderung
Aus dem Bericht wurde auch ersichtlich, dass es bei der Kindertagesbetreuung gleich mehrere Herausforderungen in den nächsten Jahren geben wird. Die Deckung des Personalbedarfs für die Betreuungsplätze werde davon die größte sein. Denn potenziell verfügbare Plätze seien wegen des Personalmangels nicht nutzbar. Zudem würden Personalengpässe zu Einschränkungen der Öffnungszeiten führen. Insgesamt 57 Fälle überbrückender Kindertagespflege im Ü3-Bereich und der interne Anstieg der Zahl klagesensibler Fälle würden zeigen, dass die Kommunen zunehmend größere Probleme bekommen, den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr bis zur Einschulung zu erfüllen. Hinzu komme der zu erwartende erhöhte Personalbedarf für die Rechtsanspruchserfüllung im Schulkind-Betreuungsbereich: Der Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung für Grundschulkinder soll stufenweise ab dem Schuljahr 2026/2027 ab der 1. Klassenstufe eingeführt werden. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass aus all diesen Gründen die kontinuierliche Bedarfsplanung sowie die Planung von Maßnahmen zur Personalgewinnung und -pflege dringend notwendig sind.