Die Themen Sonnenschutz und Hautkrebs-Risiko sind besonders an den heißen Tagen und in der Urlaubszeit hochaktuell. Deshalb klären Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsdezernats des Landratsamts Ludwigsburg Badegäste über den verantwortungsbewussten Umgang mit der Sonne, Sonnenschutz, Hautkrebs-Warnsignale etc. auf. Zudem möchten sie zur regelmäßigen Teilnahme am Hautkrebsscreening motivieren.
Bei schlechtem Wetter findet die Aktion nicht statt. Bei unklarer Wetterlage kann man sich unter der Telefonnummer 07141 144-2020 erkundigen, ob die Aktion stattfindet.
Aktivitäten für die ganze Familie geplant
Zusätzlich zur persönlichen Beratung, einer Ausstellung und Infomaterial gibt es Aktivitäten für die ganze Familie: eine Sonnenmützen-Malaktion für Kinder (solange Vorrat reicht), ein Glücksrad und ein Wurfspiel. Die Beteiligung an verschiedenen Stationen berechtigt zur Teilnahme an der Verlosung. Der Hauptgewinn ist ein Eintrittsgutschein für die Bäder der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim im Wert von 50 Euro sowie weitere Gutscheine u.a. auch zwei Eintrittskarten für ein Spiel der MHP Riesen. Die Preisverleihung findet um 15 Uhr statt. Kleinere Preise wie Fächer, Frisbees und Taschen in Fisch- oder Delphinform gibt es für alle, die mitmachen.
Klimawandel hat Auswirkung auf Hautkrebs
Der Klimawandel hat einen großen Einfluss auf die Entstehung von Hautkrebs. Mehr sonnige Tage bedeuteten mehr Tage mit höheren krebserregenden UV-Strahlenwerten, teilte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter mit. Sowohl jetzt als auch in der Zukunft wird das Verhalten (Freizeitgestaltung, Vorsorge etc.) entscheidend dafür sein, wie sich die Inzidenz von Hautkrebs weiter verändert. Klimaerwärmung kann dazu führen, dass sich die Menschen länger im Freien aufhalten und sich freizügiger kleiden. Global gesehen gehören die vergangenen drei Jahre zu den wärmsten, die die Menschheit seit Beginn der regelmäßigen Temperaturmessungen erfahren hat.
Immer mehr Menschen leiden unter Hautkrebs
Die Häufigkeit von Hautkrebs nimmt weiter zu. Laut Auswertung der Kaufmännischen Krankenkasse KKH wurde im vergangenen Jahr bei bundesweit 31 Prozent mehr Frauen und Männern ein Malignes Melanom diagnostiziert als noch 2012. Beim weißen Hautkrebs erhöhte sich die Zahl betroffener Versicherter von 2012 auf 2022 um rund 60 Prozent.
Vorsorge ist wichtig
Zu wenige Frauen und Männer in Baden-Württemberg gehen zur Hautkrebsvorsorge. In den vergangenen rund 20 Jahren habe sich die Zahl der Krankenhausbehandlungen und Todesfälle im Zusammenhang mit Hautkrebs fast verdoppelt, teilt die Techniker Krankenkasse (TK) mit. Im vergangenen Jahr hätten dennoch nur rund 19 Prozent der bei der TK berechtigten Frauen und 17 Prozent der Männer eine Vorsorgeuntersuchung in Anspruch genommen. 2019 seien es noch gut 20 Prozent der Frauen und 18 Prozent der Männer gewesen.
In Deutschland erhalten jährlich etwa 370 von jeweils 100.000 Menschen die Diagnose Hautkrebs (inklusive Frühformen, Diagnosejahr: 2021). Bei etwa 320 Menschen handelt es sich dabei um einen hellen (oder weißen) Hautkrebs. Er teilt sich in Basalzell- und Plattenepithelkarzinome. Die übrigen (zirka 50 von 100.000, davon rund 14 von 100.000 an einer Frühform) erkranken an dem besonders bösartigen malignen Melanom, auch als schwarzer Hautkrebs bezeichnet.