Das Thema der vierten Inklusionskonferenz sei ein wichtiges, so der Chef der Kreisverwaltung weiter. Denn man könne beobachten, dass immer mehr Menschen verreisen möchten. „Dabei gilt es, verschiedene Lebenslagen zu berücksichtigen: Menschen mit und ohne Behinderung, Familien oder Singles, Seniorinnen und Senioren oder Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Manche Menschen haben besondere Bedürfnisse. Die Tourismusbranche wiederum ist ebenfalls daran interessiert, sich hier entsprechend aufzustellen. ,Tourismus für Alle‘ wurde erst kürzlich als ein neuer Baustein in die neue Tourismuskonzeption des Landes Baden-Württemberg aufgenommen“, stellte der Chef der Kreisverwaltung fest.
Werner Pohl, Journalist und Fachmann für Barrierefreiheit im Tourismus, berichtete in einem Vortrag von seinen Reiseerfahrungen. Aus dem Landkreis Ludwigsburg wurden gute Beispiele vorgestellt, beispielsweise der inklusive Stadtspaziergang in der Stadt Besigheim oder die Zusammenarbeit der Stadt Markgröningen mit der Habila GmbH. In Kooperation mit Geschäftsführer Elmar Kunz von Tourismus & Events Ludwigsburg gab es Möglichkeiten eines Erfahrungsaustausches. Damit wollte die Konferenz Diskussionen anregen, Netzwerke fördern und Impulse setzen.
Inklusionskonferenzen sind ein festes Veranstaltungsformat des Landkreises, um das Thema ‚Inklusion‘ in breite gesellschaftliche Bereiche zu transportieren. Eingeladen sind daher unter anderem Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Kreisrätinnen und Kreisräte, Interessenvertretungen von Menschen mit Behinderung und deren Angehörige, Tourismusorganisationen, aber auch Organisationen aus dem Bereich Kultur, Sport, öffentlicher Nahverkehr, IHK oder Schulen und soziale Einrichtungen und viele weitere Institutionen.
Ziel der Konferenzen ist es, landkreisweit in enger Zusammenarbeit mit allen beteiligten Akteuren Prozesse und Strukturen in bestimmten Themenschwerpunkten inklusiv weiter zu entwickeln und möglichst nachhaltig zu verankern.
