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Zweiter Klima- und Energiebericht: Kreisverwaltung macht Fortschritte auf dem Weg zur Klimaneutralität

Das Thema Klimaschutz ist im Fokus der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik am Montag (31. März 2025) gestanden. Unter anderem wurde der zweite Klima- und Energiebericht für die Kreisverwaltung vorgestellt. Dabei zeigte sich: Fortschritte gibt es hier erstmals auch in der Treibhausgasbilanz.

Erst im Oktober 2023 hatte der Ausschuss für Umwelt und Technik das Konzept für die klimaneutrale Verwaltung beschlossen. Im Rahmen dieses Vorhabens macht sich das Landratsamt Ludwigsburg auf den Weg, Klimaschutz innerhalb der Verwaltung konsequent umzusetzen, um bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu werden. Im Ausschuss für Umwelt und Technik wurde nun der zweite Klima- und Energiebericht zum Stand der Umsetzung veröffentlicht. Landrat Dietmar Allgaier bekräftigte die Bedeutung des engmaschigen Monitorings: „Auch wenn es heute nicht um den Beschluss zusätzlicher Mittel geht, sind die Erkenntnisse nicht weniger wichtig. Denn sie geben uns Aufschlüsse darüber, welche Prioritäten wir in den nächsten Monaten und Jahren im Sinne des Klimaschutzes und der Daseinsvorsorge innerhalb unserer Verwaltung setzen müssen.“

Energieverbrauch im Betrachtungszeitraum deutlich gesunken

Die Energie- und Treibhausgasbilanz für die Jahre 2020 bis 2023 belegt erstmals, dass die Landkreisverwaltung Fortschritte auf dem Weg zur Klimaneutralität macht. Der Energieverbrauch ist im Betrachtungszeitraum deutlich gesunken. Dazu haben laut dem Geschäftsteil Klimaschutz besonders die gemeinschaftlichen Anstrengungen zum Energiesparen seit der drohenden Gasmangellage beigetragen. Übersetzt in Treibhausgasemissionen konnte eine Verringerung von acht Prozent im Vergleich zum Startjahr festgestellt werden. Die Einsparungen liegen zwar noch nicht auf dem definierten Minderungspfad, entwickeln sich aber nun in die richtige Richtung. Um sich dem Ziel weiter anzunähern, will das Landratsamt die Maßnahmen aller Handlungsfelder weiterverfolgen – mit Schwerpunkt auf den Themen Gebäude und Energie.

Mit dem Ausbau der Photovoltaik trägt das Landratsamt zur Gemeinschaftsaufgabe Energiewende bei

Der Klima- und Energiebericht wirft auch einen Blick in Richtung Zukunft. Im Zuge der übergeordneten Sanierungsstrategie arbeitet die Landkreisverwaltung an verschiedenen Szenarien, die mögliche Wege hin zu einem klimaneutralen Gebäudebestand skizzieren. Knapp ein Drittel der noch notwendigen dauerhaften Emissionsreduktion kann voraussichtlich durch äußere Faktoren wie den Ausbau der erneuerbaren Energien in den öffentlichen Netzen bedient werden. Die restlichen zwei Drittel müssen durch eigene Aktivitäten wie den Austausch der Heizsysteme und energetische Gebäudesanierungen erreicht werden. Mit dem voranschreitenden Ausbau der Photovoltaik trägt das Landratsamt einen Teil zur Gemeinschaftsaufgabe Energiewende bei, bei der alle Ebenen und Akteure zusammenwirken.

„In der aktuell schwierigen Haushaltslage ist die Herausforderung, unsere Klimaschutzziele zu erreichen, noch größer geworden“, merkte Tina Prietz, eine der Beauftragten für die klimaneutrale Verwaltung, zum Abschluss des Vortrags an. Sie führte weiter aus, dass Klimaschutz und solide Haushalte kein Gegensatz sind. „Die Verwaltung berücksichtigt bei allen Vorhaben, sei es die Installation von PV-Anlagen, Heizungstausch, Sanierung oder die Umrüstung auf E-Mobilität, die Wirtschaftlichkeit. In den kommenden Klima- und Energieberichten werden wir ausführlicher darlegen, wie ein klimafreundlicher Gebäudebetrieb langfristig sogar zu einer Senkung der Kosten beitragen kann.“